Wildeshauser „Tafel“ sucht dringend Fahrer zum Abholen der Waren / Ehrenamtliche für Ausgabe 

Wer setzt sich hinters Steuer ?

Zwei der Urheber der „Tafel“ – Martina Zahl und zweiter Vorsitzender Thomas Trüper.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Erstmals öffneten sich am Donnerstag, 19. März 2009, die Türen der Ausgabestelle der Wildeshauser „Tafel“ im Kasino der ehemaligen Wittekindkaserne. „Tafel“-Vorsitzende Martina Zahl gibt zu, dass vor knapp einem Jahr niemand mit einem so schnellen Anstieg der Kunden habe rechnen können. Und genau daraus resultiere die Tatsache, dass der Verein dringend noch weitere ehrenamtliche Helfer benötige.

Wurden anfangs rund 200 Personen versorgt, so ist diese Zahl in nur elf Monaten auf sage und schreibe 1 506 gestiegen – davon 650 Kinder. „Insbesondere brauchen wir ganz dringend Bürger, die die vielen Waren von den verschiedenen Firmen abholen“, sagt Martina Zahl. Hierfür stünden ein Bus sowie ein Auto mit Anhänger zur Verfügung: „Somit muss das eigene Fahrzeug nicht eingesetzt werden. Das Einzige, was die Leute haben müssen, ist eben Zeit. Derzeit verfüge die „Tafel“ über zehn Fahrer, aber es sei wichtig, die viele Arbeit auf noch mehr Schultern zu verteilen, da die beiden Fahrzeuge täglich auf der Straße „lägen“: „Hatten wir anfangs einen Radius von etwa 35 Kilometern abzudecken, so sind heute schon mehrstündige Fahrten erforderlich, um die Waren nach Wildeshausen zu holen.“ Allerdings müsse die Arbeitskraft nicht für einen ganzen Tag zur Verfügung gestellt werden: „Die Aufgaben können so eingeteilt werden, dass schon wenige Stunden sehr hilfreich sind.“

Unterstützung sucht die „Tafel“ auch für das Team in der Warenausgabe, die jeweils am Donnerstag geöffnet ist. „Wir haben derzeit zwar 65 Helfer, aber einige mehr wären besser“, sagt Martina Zahl. Meistens seien jetzt zehn Personen am Öffnungstag vor Ort, wobei es besser wäre, wenn 15 Personen hinter den Tresen stünden. „Hier spielt eben der Faktor Zeit eine große Rolle, nicht jeder hat in jeder Woche Zeit, so dass es immer wieder einmal zu Engpässen kommen kann“, betont die Vorsitzende.“

In diesem Zusammenhang appelliert Martina Zahl noch einmal an die Kunden, Verständnis dafür zu zeigen, dass das ehemalige Kasernengelände nicht mehr mit dem Auto befahren werden darf: „Es gibt leider immer wieder einige Kunden, die das nicht einsehen wollen. Aber aus versicherungstechnischen Gründen müssen die Autos vor dem Tor abgestellt werden.“ Die Vorsitzende macht keinen Hehl aus den Konsequenzen: „Wenn wir uns nicht an diese Vorgabe halten, dann müssen wir schlichtweg die Ausgabestelle schließen. Es ist sicherlich jedem zuzumuten, etwa 300 Meter zu Fuß zu gehen.“ Außerdem würden den Kunden Einkaufswagen oder Trolleys zur Verfügung gestellt.

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