Alle Anbieter haben ein Auslastung von fast 100 Prozent / Gute Lage

Seniorenheim-Plätze sind in Wildeshausen Mangelware

In den Seniorenheimen der Kreisstadt, wie hier im Alexanderstift, gibt es kaum freie Plätze. ·
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In den Seniorenheimen der Kreisstadt, wie hier im Alexanderstift, gibt es kaum freie Plätze. ·

Wildeshausen - 332 Senioren- und Pflegeplätze werden in Wildeshausen vorgehalten. Doch der Bedarf ist zurzeit wesentlich größer. Nicht nur, weil die Zukunft des Wichernstiftes in Ganderkesee nicht endgültig geklärt ist.

Wildeshausen ist bei Senioren, die nicht mehr alleine leben können oder wollen, sehr beliebt. Die Kreisstadt bietet viele Vorzüge. Sie hat eine attraktive Fußgängerzone, viel Grün und ein vielseitiges kulturelles Angebot. Besonders wichtig für ältere Menschen ist zudem die sehr gute Versorgung mit Haus- und Fachärzten – nicht zuletzt wegen des Krankenhauses.

„Wir sind voll belegt“, heißt es deshalb in allen Einrichtungen. Es ist dabei völlig belanglos, ob über 50 oder nur elf Plätze zur Verfügung stehen.

Das größte Haus am Platz ist in Wildeshausen das evangelische Altenzentrum Alexanderstift mit 84 Betten. Dort gibt es ebenso wie im Atrium und im Pflegezentrum Johanneum Wartelisten. „Die sind aber wenig von Bedeutung“, erklärt Evelyn Linnemann vom Alexanderstift. Denn wenn tatsächlich kurzfristig ein Platz frei sei, dann sei der Bewerber oft schon woanders untergekommen. „Wir mussten gerade in diesem Jahr oft ‚Nein‘ sagen“, so Linnemann. Vor wenigen Jahren, als das Pflegezentrum Johanneum eröffnet wurde, habe es kurze Zeit nicht so viele Anfragen gegeben. Aber seit dem Frühjahr 2011 sei der Andrang groß.

Gerade die Häuser mit kirchlichen Tarifverträgen stehen stark unter Druck. Sie müssen eine Auslastung von 98 Prozent erreichen, damit die relativ hohen Personalkosten wieder hereinkommen. Das geht Hubert Bartelt, Geschäftsführer des Pflegezentrums Johanneum, genau so. Und deshalb ist er nicht traurig darüber, dass es ständig Anfragen für seine 56 Plätze gibt.

Das Seniorenzentrum „Atrium am Wall“ stellt 72 Plätze zur Verfügung und erhält Anfragen aus der ganzen Region bis an die Grenzen von Oldenburg und Bremen.

Wie die anderen Altenheime hat auch Martina Asche vom „Atrium“ einen Brief vom Insolvenzverwalter des Wichernstiftes erhalten, dass sie freie Kapazitäten melden soll. Vor über einem Monat wurden kurzfristig 60 Plätze gesucht. Aus Wildeshausen können allerdings kaum Angebote übermittelt werden.

Das ist im Kreisaltenheim an der Goldenstedter Straße nicht anders. Das Heim des Bezirksverbandes Oldenburg hat sich auf geronto-psychiatrische Erkrankungen spezialisiert. Dennoch sind alle 79 Plätze belegt. Leiterin Susanne Beckmann muss wie ihre Mitbewerber eine Auslastung von 98 Prozent erreichen, um kostendeckend zu wirtschaften, hat damit aber ebenfalls keine Probleme.

Auch kleinere Einrichtungen wie das „Haus Raphaele“ (elf Plätze) und „Landhaus Nelkenstraße“ (30 Bewohner) sind gut belegt. Von daher stellt sich die Frage, ob die Kapazitäten in Wildeshausen bald ausgebaut werden. Dem Vernehmen nach gibt es Gedankenspielereien eines Trägers, sich zu vergrößern. Spruchreif ist davon aber noch nichts. · dr

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