Fehlende Absprache mit der Verwaltung / Becken mit Öffentlichkeit teilen?

Schwimmverein kritisiert Trainingszeiten im Bad

Wildeshausen - Kaum, dass das Nutzungskonzept und die geplanten Öffnungszeiten des Wildeshausers Hallenbades vorgestellt wurden, das erst im Herbst 2014 fertiggestellt wird, gibt es bereits Kritik. Offenbar fehlte es an der nötigen Abstimmung mit den Vereinen.

„Der Schwimmverein ist mit den geplanten Zeiten so nicht einverstanden“, teilte der Vorsitzende Andreas Meyer in einem Schreiben an die Verwaltung und die Parteien mit. „Wir sind davon ausgegangen, dass sich die Stadt Wildeshausen, die DLRG und der Schwimmverein mit Trainern vorher zu einem Gespräch treffen, um den Bedarf abzustimmen“, so Meyer. Dies habe Schwimmbadleiter René Nickelsen zwar angekündigt, es sei aber nicht dazu gekommen.

Nickelsen hatte dem Ausschuss für Finanzen und Controlling seinen Entwurf vorgestellt. Danach wurden für DLRG und Schwimmverein montags von 14 bis 21 Uhr und sonnabends von 18 bis 20 Uhr Trainingszeiten eingeräumt.

„Wir hatten uns schon nach Bekanntwerden der Pläne mit der DLRG zusammengesetzt und den Vorschlag unterbreitet, das Training auf Montag und Donnerstag/Freitag zu legen“, erklärt Meier. Dieser Vorschlag sei in der Planung aber jetzt nicht berücksichtigt.

Die Vereine können sich vorstellen, das Hallenbad montags komplett zu nutzen. Jedoch wäre eine Belegung aufgrund von Schul- und Arbeitszeiten der Schwimmer und Trainer erst ab 16 Uhr möglich. Das Bad inklusive Lehrschwimmbecken würde dann von 16 bis 21 Uhr genutzt werden. Am Sonnabend, so der zweite Vorsitzende des Schwimmvereins, Oliver van Rüschen, sei ein Training kaum denkbar. „Die Vereine haben zu oft an den Wochenenden Wettkämpfe, wodurch ein Training dann ausfallen würde. Auch ist es schwer vorstellbar, Eltern und Schwimmer zu diesen Zeiten zu motivieren.“

Die Vereine sind durchaus zu Kompromissen bereit. Man könne sich vorstellen, das Bad am Donnerstag und am Freitag zusammen mit der Öffentlichkeit zu nutzen, erklärten die Schwimmer. Das allerdings wollte Badleiter Nickelsen vermeiden. Es würde dann recht schnell beengte Verhältnisse im Becken geben, so seine Einschätzung während des Finanzausschusses. Das Badpersonal plane zudem eigene Aktivitäten, die Platz bräuchten.

Was die Zukunft betrifft, könnte es ohnehin schnell eng im Bad werden: „Soweit der Trainingsbetrieb im Hallenbad wieder aufgenommen wird, kann es auch dazu führen, dass wir aufgrund wachsender Mitgliederzahlen weiteren Bedarf an Trainingszeiten haben“, erklärte van Rüschen in einem Brief an die Verwaltung. · dr

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