Einzelhandelsflächen in Innenstadt schwer zu vermarkten / „Magnet“ nicht in Sicht

Schwieriges Pflaster

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Für das Stöver-Haus ist ein gewerblicher Mieter gefunden.

Wildeshausen - Von Dierk RohdenburgDie Wildeshauser Innenstadt ist schwierig zu vermarkten, wenn es darum geht, attraktiven Einzelhandel anzusiedeln. Das zeigt sich in diesen Wochen einmal mehr.

An Hunte- und Westerstraße gibt es einige Leerstände in attraktiver Lage. Seit Monaten versuchen die Immobilienbesitzer, die Ladenlokale an interessante Einzelhändler zu vermieten. Aber zumeist ohne Erfolg. „Döner-Restaurants hätte ich schon mehrere gehabt“, sagt Heino Poppe, der 170 Quadratmeter mit langer Schaufensterfläche an der Huntestraße anbietet. Die möchte er aber nicht nehmen, weil damit die Attraktivität der Innenstadt sinke.

Im Angebot sind bald auch 300 Quadratmeter in bester Lage an der esterstraße. Dort baut Nordmann ein neues Geschäftshaus und hatte eigentlich auch schon einen attraktiven Mieter in Aussicht. „Der hat aber kurzfristig abgesagt“, erklärte Thomas Reschinski von Nordmann auf Nachfrage. Problematisch sei an dem Gebäude, dass es keine Parkplätze im hinteren Bereich gebe. An der Westerstraße selbst ist das Angebot bekannterweise ohnehin knapp.

„Wir haben ja noch Zeit bis zum Frühjahr 2014“, so Reschinski. Aber er weiß ebenso wie andere Vermarkter, dass Wohnungen in Wildeshausen weggehen wie warme Semmeln, Einzelhandelsflächen in der Innenstadt aber gerne Ladenhüter sind.

Das bestätigt auch Michael Müller von der Helmut Müller GmbH. Wildeshausen sei für viele attraktive Anbieter, zum Beispiel von Modemarken, zu klein. Erst ab 30 000 Einwohnern würde es für diese Unternehmen interessant. Zudem sei die Lage von Wildeshausen in der Nähe der beiden Zentren Oldenburg und Bremen schwierig. „Weiter gibt es viele Anbieter, die schon in Delmenhorst oder Vechta Geschäfte haben. Dann kommen die nicht mehr nach Wildeshausen“, weiß Müller. Für ein Objekt in der Wildeshauser Innenstadt hatte der ImmobilienKaufmann 500 Exposés verschickt. Es biss jedoch keiner an.

Auch die Suche nach einem Mieter für die Stöver-Immobilie an der Westerstraße gestaltete sich schwierig. Mittlerweile ist wohl jemand gefunden worden. Über den Mieter möchte man in Aldrup noch nicht sprechen. Dem Vernehmen nach handelt es sich aber um einen Wildeshauser Betrieb, der umzieht.

Die Suche nach einem „Magneten“ für die Innenstadt geht also weiter, während sich für die Flächen am Westring viele Einzelhändler interessieren, dort aber wegen der Einschränkungen der „Wildeshauser Liste“ nicht ansiedeln dürfen.

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