Stadt will zwei unbefristete Stellen schaffen / Zusage vom Landkreis

Schulsozialarbeit gesichert

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Es war gestern voll im Ratssaal. ·

Wildeshausen - Für Eltern, Schüler und Pädagogen gab es gestern im Rat der Stadt Wildeshausen zwei gute Nachrichten: Einerseits hat der Landkreis Oldenburg einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 70 000 Euro für die Jahre 2012 und 2013 für Schulsozialarbeit bewilligt. Andererseits hat der Rat die Absicht, schnellstmöglich zwei unbefristete Stellen einzurichten.

Die Bedeutung der Sitzung zeigte sich schon daran, dass über 50 Eltern und Pädagogen im Zuschauerbereich des Ratssaales saßen. Gleichzeitig überzog der vorgeschaltete Verwaltungsausschuss seine Sitzung um eine Stunde, so dass alle Beteiligten lange bis zum Beginn der Ratssitzung warten mussten.

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde wurde wiederholt die Notwendigkeit aufgezeigt, dass die Schulen verlässliche Schulsozialarbeit benötigen. Das, so zeigte sich, war aber auch völlig unstrittig. Im Verwaltungsausschuss hatten sich die Parteien bereits geeinigt, schnellstmöglich 200 000 Euro zusätzlich im Rahmen eines Nachtragshaushaltes zur Verfügung stellen zu wollen. Das allerdings ist nicht so einfach, da der Haushaltsplan für 2012 noch nicht von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde, somit ein Nachtrag erst später erfolgen kann. „Der Knoten wird dennoch durchgeschlagen“, so Schulausschussvorsitzender Markus Grünloh (UWG), der sich sehr deutlich darüber beschwerte, dass er noch vor wenigen Wochen von Günter Lübke (CDU) öffentlich kritisiert wurde. „Damals hat Lübke gesagt, dass unbefristete Stellen nicht möglich sind und mir Unredlichkeit vorgeworfen.“ Und nun seien die Stellen plötzlich machbar.

Wolfgang Sasse (CDU) und Manfred Rebensburg (Grüne) machten deutlich, dass das Konzept der Schulsozialarbeit auf zwei Säulen fußen muss. „Die erste Säule ist das Personal, das über das Geld das Landkreises befristet angestellt werden kann und in einen Pool integriert wird, die zweite Säule sind die von der Stadt finanzierten Stellen.“ Die Teilung sei schon deswegen nötig, damit nicht plötzlich noch Fördergelder gestrichen werden könnten.

Lars Kosten (FDP) warnte jedoch vor zu viel Optimismus bei den Schulen: „Es ist noch nicht klar, wann wir die 200 000 Euro zur Verfügung stellen können.“

Sicher hingegen ist schon jetzt, dass mindestens eine Stelle sofort über die Mittel aus dem „Bildungs- und Teilhabepaket“ geschaffen werden kann – allerdings nur auf zwei Jahre befristet. Über eine weitere Förderung kann erst Ende des Jahres 2013 entschieden werden. · dr

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