Drei fünfköpfige Gruppen aus Harpstedt schneiden beim Erste-Hilfe-Wettbewerb in Bremen sehr ordentlich ab

Schulsanis bringen vollen Einsatz

Mit insgesamt 15 Jungen und Mädchen, verteilt auf drei Gruppen, nahm der Schulsanitätsdienst der Haupt- und Realschule Harpstedt an dem Erste-Hilfe-Wettbewerb in Bremen teil.

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenHARPSTEDT/BREMEN · Vollen Einsatz bringen mussten jüngst 117 Schulsanitätsmannschaften beim Erste-Hilfe-Wettbewerb „Hand aufs Herz“ in der Messehalle 7 der „Bremen Arena“. Auch Laien und Jugendfeuerwehren zeigten dort, was sie als Lebensretter drauf haben. Der Schulsanitätsdienst der Haupt- und Realschule Harpstedt nahm zum dritten Mal teil und stellte in diesem Jahr gleich drei fünfköpfige Mannschaften, die am Ende mit ihren Abschneiden durchaus zufrieden sein konnten.

In nachgestellten Situationen akuter Lebensgefahr demonstrierten sie ihr Erste-Hilfe-Wissen und zeigten, wie wichtig es ist, schnell zu reagieren und lebensrettende Maßnahmen einzuleiten. „Jeder Gruppe musste fünf Aufgaben bewältigen. Drei davon waren vorher bekannt; zwei blieben bis zuletzt geheim. Die Mannschaften mussten beispielsweise die Herz-Lungen-Wiederbelebung fachmännisch praktizieren, eine Brandwunde versorgen oder auch eine Platzwunde auf der Stirn“, berichtet Michael Rehberg, Rettungsassistent und Betreuer des Schulsanitätsdienstes. Gemeinsam mit Lehrer und Erste-Hilfe-Ausbilder Christian Brandt sowie Rettungsassistentin Kassandra Groeneveld hatte er die Harpstedter Gruppen nach Bremen begleitet. Schon die erste Herausforderung war buchstäblich aus dem Leben gegriffen und auf den Schulalltag abgestimmt. „Ihr seid mit eurer Klasse auf Klassenreise. Bei einem Ausflug am Nachmittag nach einer längeren Wanderung wird plötzlich jemand aus eurer Gruppe ohnmächtig und sackt zu Boden. Ihr wisst, dass der Mitschüler zuckerkrank ist. Was ist zu tun?“, lautete die Aufgabenstellung.

Zusätzlich mussten diverse Fragen beantwortet werden. In mehreren Kategorien hatten die Gruppen die Chance, Zusatzpunkte zu erringen. „Besonders viel Wert wurde auf Teamarbeit gelegt“, berichtet Michael Rehberg.

Die Mannschaften stellten sogar die Verletzten und zu versorgenden Personen selbst dar. Maximal 120 Punkte konnten sie erreichen. Das schaffte allerdings keine einzige Schulsanitätsgruppe. Ganz oben aufs Treppchen kam die Oberschule Findorff mit 112 Zählern.

Die Harpstedter gehörten zwar am Ende nicht zu den Preisträgern, lagen aber durchaus im oberen Leistungsmittelfeld; die beste Mannschaft verbuchte mit 102 Punkten sogar ein dreistelliges Ergebnis. Die beiden anderen Teams erzielten 97 und 90 Zähler.

„Die Gruppen sind hochmotiviert gewesen. Es macht einfach Spaß, mit ihnen an solchen Wettbewerben teil-zunehmen. Und es ist schön zu sehen, wie positiv sich der Schulsanitätsdienst entwickelt und wie er weiter wächst. Darauf kann man schon stolz sein. 2009 waren wir noch mit zwei Gruppen in Bremen angetreten, diesmal schon mit drei. Bislang stand der Schulsanitätsdienst Mädchen und Jungen ab Klasse sieben offen. Das soll sich nach den großen Ferien ändern. Mit Einführung der Ganztagsschule in den Jahrgangsstufen fünf und sechs können dann auch schon Schüler dieser Altersgruppe mitmachen“, so Michael Rehberg.

In guter Erinnerung geblieben sei allen Beteiligten das Rahmenprogramm zum Erste-Hilfe-Wettbewerb. Die Berufsfeuerwehr Bremen simulierte spannene Rettungsaktionen. Auch eine Höhenrettung wurde fachmännisch „nachgespielt“. Die Bundeswehr gewährte Einblicke in Material und in einen geländegängigen „Rettungs-Unimog“. Besonderes Interesse fanden die Hubschrauber „Christoph 6“ und „Christoph Weser“, die besichtigt werden konnten.

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