Dach und Heizung gehören zu den ersten Maßnahmen / Gemeinde prüft Fernwärmeversorgungs-Angebot dreier Landwirte

Schulsanierung: In den Ferien geht‘s los

Informierten über die Sanierung der Neerstedter Schule: (v.r.) Bürgermeister Heino Pauka, Bauamtsleiter Uwe Kläner, Architekt Wolfgang Behrends und Ingenieur Franz Wempe.

Neerstedt (ts) - Jetzt muss alles ganz schnell gehen: Um noch Gelder aus der Kreisschulbaukasse zu erhalten, die zum Jahreswechsel auf Null gefahren wird, beginnt bereits am ersten Herbstferientag die Sanierung der Grundschule Neerstedt.

Insgesamt hat die Gemeinde ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, die Gesamtkosten betragen 620 000 Euro und werden auch mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II finanziert.

„Wir haben es hier mit drei Förderbereichen zu tun“, erklärte gestern Bauamtsleiter Uwe Kläner bei der Vorstellung der Pläne. Der erste Bereich umfasst den Austausch der Verglasung, alter Fenster und Türen sowie die Erneuerung der Heizkörpernischen und der Heizungsanlage. „Hier kommen wir auf Kosten von 275 000 Euro, die zu einem Drittel durch die Kreisschulbaukasse und zu zwei Dritteln von der Gemeinde getragen werden“, so Kläner. Da die Kreisschulbaukasse ab dem kommenden Jahr nicht mehr zur Verfügung steht und beim Landkreis deshalb bereits am 20. Dezember „schlussgerechnet wird, müssen die Arbeiten jetzt beginnen“, erläuterte Kläner.

Der zweite Bereich beinhaltet die Sanierung des kompletten Dachs – auch beim angrenzenden Gemeindezentrum – sowie Klempner-, Zimmerei- und Dämmarbeiten. „Hier kommen wir auf Kosten von 228 000 Euro, von denen wir 170 000 Euro als Investitionspauschale aus dem Konjunkturpaket II zurückbekommen“, so Kläner. Auch für den dritten Sanierungsbereich wird ein Zuschuss in Höhe von 27 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II unter dem Aspekt „Bau und Erhaltung“ gewährt. Hier belaufen sich die Kosten für Akustikdecken in den Klassenräumen, die Sanierung einer Toilettenanlage sowie Tischlerarbeiten auf 33 000 Euro.

In der ersten Ferienwoche soll mit der Dacherneuerung beim Gebäudekomplex A begonnen werden. Auch die Sanierung der Toilettenanlage, die möglichst zum Ferienende abgeschlossen sein soll, sowie die Erneuerung der Heizungsanlage stehen als erste Punkte auf dem Plan. „Generell werden wir während der Schulzeit mit einer Baustelle leben müssen“, informierte Kläner.

Größte Maßnahme wird die Erneuerung der Heizungsanlage sein. „Unter dem Stichwort ‚Energieeffizienz‘ wurden hier vorab einige Möglichkeiten geprüft“, berichtete Bürgermeister Heino Pauka gestern. Die Brennwertkesselanlage wurde dann einer Hackschnitzel- oder Pelletheizung, Wärmepumpe und Photovoltaikanlage vorgezogen – unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit. „Die zwei Kessel aus dem Jahr 1984 mit einer Leistung von 350 kW fliegen raus, dafür kommt ein Kessel mit 200kW-Leistung“, berichtete Diplom-Ingenieur Franz Wempe. Er rechnet mit einer Energieeinsparung von 20 Prozent, was 8000 Kubikmeter Erdgas und etwa 4000 Euro im Jahr entspreche. „Außerdem können dann 15 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden“, sagte er.

Der Kessel könnte aber auch nur als eine Art Absicherung dienen, denn, wie Pauka mitteilte, haben drei Neerstedter Landwirte, die den Bau einer gemeinsamen Biogasanlage planen, der Gemeinde eine Fernwärmeversorgung zu günstigen Konditionen angeboten. „Wir prüfen das momentan“, so der Bürgermeister. Sollte die Gemeinde das Angebot annehmen und sich vertraglich binden, könnten über eine 1,7 Kilometer lange Leitung nicht nur die Schule, sondern auch angrenzende Liegenschaften wie der Kindergarten und die Sporthalle versorgt werden.

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