Aktion mit Gesang und Trommeln auf dem Wildeshauser Marktplatz / Schaufenster gestaltet

Schüler wünschen sich Frieden

Die Klasse 4 b der Holbeinschule vor ihrem gestalteten Schaufenster bei Lübben.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) n Um für Frieden und Toleranz zu werben, braucht es oft keine großen Worte, Gesten und Plätze. Die Schüler der drei Wildeshauser Grundschulen zeigten das gestern auf dem Platz vor dem Stadthaus. Sie sangen, trommelten und liefen mit Friedens-Luftballons zurück in die Klassenräume.

Die Schüler und Bürgermeister Kian Shahidi waren vom Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ im Präventiosrat der Stadt Wildeshausen eingeladen worden. „Wir möchten in Zukunft Gedenktage aus dem interkulturellen Kalender bekannt machen“, so die Arbeitskreisleiter Ingeborg Jacoby, Imke Schmidt und Charlotte von Olearius. Am gestrigen Montag war das der Weltfriedenstag.

Als Vorbereitung auf den Tag hatten die vier Wildeshauser Buchhandlungen und die öffentliche Bücherei ihr Schaufenster zur Verfügung gestellt. Die Kinder hatten die Flächen dekoriert, dazu wurden Bücher zum Frieden vorgestellt. „Das ist ganz toll geworden“, lobte Ingeborg Jacoby die Schüler. „Die Schaufenster werden noch ein paar Wochen so bleiben, weil das den Buchhändlern so gut gefallen hat.“

Die Schüler der Wallschule hatten gestern ganz spontan ihre Trommeln mitgebracht und so für Aufmerksamkeit auf dem Marktplatz gesorgt. Anschließend sangen alle Kinder gemeinsam das Lied „Hevenu schalom alejchem“ - Wir wollen Frieden für alle“. Das, so machte Jacoby deutlich, ist auch dringend notwendig. Auf einem Flugblatt, das am Vormittag verteilt wurde, listete der Arbeitskreis für Demokratie und Toleranz auf, dass es 2008 auf der Welt 345 bewaffnete Konflikte (darunter 39 hoch gewaltsame), neun Kriege und 95 Krisen mit sporadischer Gewalt auf der Erde gab. Jährlich sterben laut UNO 740 000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Waffengewalt. Aber auch im „kleinen Wildeshausen“ oder in den Schulklassen, so Bürgermeister Shahidi, sei es sinnvoll, sich zusammenzusetzen und nach Lösungen zu suchen. „Man muss auch mal nachgeben können“, sagt er zu den Schülern. Denn sich zu prügeln oder andere gewalttätige Auseinandersetzungen brächten niemanden weiter. Anschließend las Imke Schmidt einen Text von Astrid Lindgren.

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