Kinder der Grundschule pflanzen Wildsträucher im Dorfgarten / NABU-Projekt

Schüler buddeln für den Gartenrotschwanz

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Birgit Röttering vom NABU Oldenburger Land half den Schülern beim Einpflanzen der Sträucher. ·

Dötlingen - „Reicht das, oder muss ich noch tiefer graben?“ Birgit Röttering vom NABU Oldenburger Land wirft einen prüfenden Blick in das Loch. „Ein bisschen noch“, sagt sie und holt schon mal eine der schottischen Zaunrosen. Ein paar Meter weiter sind die Viertklässler der Grundschule Dötlingen noch fleißig am Buddeln, schließlich sollen 50 Wildsträucher im Rahmen des Gartenrotschwanz-Projektes im Dorfgarten gepflanzt werden.

„Nachdem wir hier im Frühjahr bereits Obstbäume gesetzt haben, folgt nun der zweite Teil der Aktion“, erklärte gestern Röttering. Ziel ist es, die Lebensbedingungen für den Gartenrotschwanz, den Vogel des Jahres 2011, zu verbessern. „Vielleicht siedelt er sich ja hier an, wenn er im Frühjahr aus seinem Überwinterungsgebiet in der Sahara zurückkehrt“, hofft die Projektleiterin. In den vergangenen Jahren sei der Bestand des Gartenrotschwanzes deutlich gesunken. „Deshalb wollen wir vom NABU seinen Lebensraum wieder in den Vordergrund rücken“, so Röttering.

Die Grundschule Dötlingen beteiligt sich als zertifizierte Umweltschule gerne an dem landesweiten Projekt. Gerade die heimische Vogelwelt war in der Vergangenheit immer ein Thema – von der Vogelzählung über den Nistkastenbau bis hin zur Live-Beobachtung via Webcam von Kohlmeisen, die ein Nest bauten, Eier legten und ihre Brut aufzogen, reichten die Aktionen.

Und auch die Gartenarbeit ist den Schülern nicht fremd. „Wir helfen auch zu Hause und im Schulgarten“, berichten sie. Obwohl sie schon kleine Experten sind, gab es gestern von Olaf Schachtschneider vom gleichnamigen Pflanzenhof in Aschenstedt noch eine kleine Einführung, wie richtig gepflanzt wird. Er hatte die von der Fielmann AG gestifteten Wildsträucher wie „wolliger Schneeball“, Sand rose, Kranzdorn und Hasel angeliefert.

Unterstützung erhielten die Mädchen und Jungen zudem von Eckehard Hautau und Harri Brendler, die Mitglieder des Fördervereins der Grundschule sind. Sie griffen genauso zum Spaten wie die Lehrerinnen und Kinder. 50 Löcher galt es zu buddeln, in die die Sträucher dann einfach eingesetzt wurden.

Brendler wird in den kommenden Tagen mal nach dem Rechten schauen. Diese Aufgabe hatte er bereits nach der Pflanzung der Obstbäume übernommen. Daneben hatte er mit den Schülern auch Nistkästen gebaut. · ts

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