Frerichs für B-Plan am Bargloyer Weg

Schon bald ein neues Baugebiet ?

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Weil das faunistische Gutachten noch nicht erstellt war und weil die Erschließung viel Geld kostet, lag der Bebauungsplan 54.1 „Vor Bargloy“ monatelang auf Eis. Jetzt aber möchte der Bauausschussvorsitzende Hartmut Frerichs (SPD) die Planungen schnell vorantreiben, damit schon bald günstige, kleine Grundstücke am Rande der Stadt angeboten werden können.

Nach Einschätzung von Frerichs ist es dringend erforderlich, neue Bauplätze anzubieten. Denn in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) „Beim grauen Immenthun“ sind nur noch acht Grundstücke verfügbar. „Ende des Jahres sind die weg“, ist Frerichs, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) der Stadt Wildeshausen, zuversichtlich. Zwar sieht der Bebauungsplan im Gebiet „Beim grauen Immenthun“ weitere Grundstücke vor, diese sind aber deutlich größer, als die Grundstücke, die im B-Plan 54.1 geschaffen werden sollen. Eine Änderung des B-Planes, mit dem Ziel, auch im Gebiet „Beim grauen Immenthun“ kleinere Grundstücke zu ermöglichen, lehnt Frerichs ab. Schließlich müsse es eine Planungssicherheit für die Beteiligten geben. Und die bereits dort ansässigen Bewohner hätten ja auch nicht die Möglichkeit gehabt, kleinere Zuschnitte zu bekommen.

Die Aufstellung des B-Planes 54.1, der längs des Bargloyer Weges die Einrichtung von maximal 57 Baugrundstücken ermöglichen soll, wurde schon in der Vergangenheit heiß diskutiert. Vertreter von SPD, Grünen und UWG waren der Ansicht, dass es kontraproduktiv sei, ein neues Baugebiet mit kleinen Grundstücken aufzulegen, wenn es im benachbarten Gebiet der StEM Probleme gibt, die Grundstücke zu veräußern.

Frerichs sieht das anders. Er glaubt, dass viele Familien, die sich nur kleinere Grundstücke leisten können oder wollen, schon in andere Gemeinden abgewandert sind oder sich mit diesem Gedanken tragen. Das dürfe man nicht zulassen, und deshalb müsse Wildeshausen schnell neue Baugrundstücke anbieten, die dank der Familienförderung sogar sehr preiswert erhältlich seien. Selbstverständlich sei die Erschließung des Gebietes kostenaufwändig, so Frerichs. „Doch das kriegen wir schnell wieder rein, wenn wir drei oder vier Grundstücke verkaufen.“

Das nun vorliegende faunistische Gutachten legt den Erschließungsplänen jedenfalls keine Steine in den Weg. Sowohl für Fledermäuse als auch für Vögel aus dem benachbarten Gebiet „Am Reepmoor“ ist das geplante Bauareal nicht von größerer Bedeutung. Somit könnte, wenn die Politik sich schnell entscheidet, schon im kommenden Frühjahr mit der Erschließung begonnen werden.

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