Autobahnpolizei Ahlhorn bekam drei neue Streifenwagen / „Chef“ Georg Hettwer zufrieden

Schneller, aber vor allem sicherer

Neu neben alt – natürlich nur fahrzeugtechnisch gesehen: Rainer Höfken und Jens Oentrich (v.l.) von der Autobahnpolizei Ahlhorn am neuen Streifenwagen, dem A6 Avant. Die älteren Mercedes-Wagen bleiben ihnen weiter erhalten.

Ahlhorn - (ck) · Nur ein paar hundert Meter nach Verlassen des Beschleunigungsstreifens steht die Tachonadel schon bei 180 km/h. Und der Audi A 6 Avant hätte mit seinen 190 PS und 2,7 Litern Hubraum noch mehr zu bieten. Doch an dieser Stelle der A 29 geht Jens Oentrich wieder vom Gas.

Denn wenn der Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn nicht gerade zum Einsatzort eilen muss, kommt es ihm weniger aufs Tempo als auf die Sicherheit an. Und sicherer ist der neue Streifenwagen allemal. „Er fährt sich bedeutend angenehmer“, urteilt der Polizeikommissar. „Vor allem aber werden wir nun besser wahrgenommen.“ Am meisten springt den Verkehrsteilnehmern nämlich die neongelbe Beklebung ins Auge. Doch auch am Blaulicht und dem darunter liegenden Anzeigesystem für Laufschriften haben die Ausstatter einiges verbessert. Und bei einer Vollbremsung schaltet sich das Warnblinklicht mit ein.

Ein Extra-Arbeitsscheinwerfer nach vorn leuchtet die Unfallstelle aus, und nach hinten blinken zusätzliche LED-Leuchten. „Das macht Sinn, denn wenn wir die Heckklappe öffnen, um Ausrüstung herauszuholen, verdecken wir viel vom Blaulicht“, sagt Oentrichs Kollege Rainer Höfken. Brenzlige Situationen kennen beide nach fast 20 Jahren in verschiedenen Autobahnrevieren zur Genüge: „Es kommt sogar vor, dass Fahrer in eine komplett abgesicherte Unfallstelle rasen“, berichtet Polizeikommissar Höfken. „Wenn wir nicht genügend Blinklichter aufstellen, können wir für unser Fahrzeug gleich noch einen weiteren Abschleppwagen mit anfordern. Wir müssen den fließenden Verkehr also immer im Blickwinkel haben.“

Deshalb freut sich Georg Hettwer als Leiter des Ahlhorner Autobahnpolizeikommissariats noch auf eine weitere Optimierung: die aus dem Heck herausziehbare Plattform, auf der Warnlampen, „Lübecker Hütchen“, Maßband und andere Utensilien verstaut sind. „Dann können unsere Kollegen alles von der Seite abladen und stehen nicht mit dem Rücken zum Verkehr.“ Insgesamt zeigt sich der Erste Polizeihauptkommissar mehr als zufrieden mit den drei neuen Audi-Streifenwagen, die das Land den Ahlhornern vor zwei Monaten auslieferte. Er verhehlt nicht, dass er sich diese Investitionen in mehr Sicherheit schon länger gewünscht hatte. „Wissenschaftler haben diese Warnstreifen entwickelt, die bei Tageslicht deutlich besser auffallen.“ Auch die neuen Anhaltesignale, die Motorisierung und mehr Platz wertet Hettwer als „Quantensprung“.

Dies kann Oentrich nur bestätigen: „Das Gelbe fällt auf. Wir merken, dass uns die Leute hinterherschauen.“ Manchmal hat jedoch auch der Kommissar das Nachsehen. Als er kürzlich mit einem älteren Mercedes-Streifenwagen unterwegs war, sah er plötzlich etwas Neonfarbenes links an sich vorbeirauschen. „Ich glaube, das war der Chef…“

Aber natürlich muss Hettwer ausprobieren, womit seine Schützlinge so ihren Dienst leisten. Sein Fazit: „Das Innenministerium mag uns wohl ganz gern.“ Das könnte auch am Ausnahmestatus dieses effektiv wirtschaftenden Kommissariats mit seinen Spezialisten in sechs Fachgebieten liegen – von Kriminalitätsbekämpfung über Gefahrguteinsätze bis hin zu Experten für Sozialvorschriften, Tier- und Fleischtransporte.

So konnten sich die Ahlhorner Autobahnpolizisten schon früher nicht über ihre Ausstattung beklagen, unterstrich Oentrich. „Aber schließlich spult jedes unserer Autos im Schnitt 80 000 Kilometer jährlich runter.“ 20 000 stehen bereits auf der „Uhr“ eines der neuen A 6, der nun seinen zweiten Satz Vorderreifen bekam. „Da macht sich der Frontantrieb im Vergleich zum Heckantrieb beim Mercedes bemerkbar“, urteilt der Kommissar. Zudem registrierte er eine deutlich bessere Bremswirkung als beim Vertreter der anderen Marke.

Serienmäßig gab's das höhenverstellbare Fahrwerk, aber so uneben geht es auf den Autobahnen A1, A 28 und A 29 im Revier der Ahlhorner noch nicht zu. Stattdessen hätte sich Oentrich einen Tempomaten gewünscht. „Das muss aber nicht sein.“

Dafür findet sich neben dem Automatik-Schalthebel bereits die Vorrichtung für den Digitalfunk. Doch bis dieses System Einzug hält, haben diese Audis ihre Laufleistung wohl überschritten.

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