Umstrukturierung der Landesschulbehörde

Schnell gehandelt, wenig gesprochen

Oldenburg - Die Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg wollte nicht sprechen – jedenfalls nicht über „derartige Spekulationen“ um das Eckpunktepapier des Landeskabinetts zur Neuausrichtung ihres eigenen Hauses.

Klaus Kapell als örtlicher Regierungsschuldirektor der Außenstelle vermisste eine derartige mündliche Beteiligung – nicht nur am gestrigen Tag der Zeugnisausgabe, sondern generell während der vergangenen Monate. So lange dauerten die Spekulationen um die Zukunft der Behörde. Gespräche mit den Fachleuten an der Basis in dieser und 15 weiteren Außenstandorten blieben laut Kapell aus: „Bis heute liegt uns keine offizielle Mitteilung vom Kultusministerium vor, wie es weiter gehen soll“, berichtete der Schuldezernent.

Das klingt wie eine unangenehme Episode aus der freien Wirtschaft: Filialschließungen, Versetzungen von Mitarbeitern, vollendete Tatsachen. Geht man so mit Beschäftigten um?

Die Argumente für und gegen Zusammenlegungen ähneln sich immer: Befürworter sprechen von kürzeren Entscheidungswegen, „personeller Optimierung“ und Einsparungen. Mit Blick auf die Fahrtkosten zu den Schulen im Landkreis dürfte der Umzug in die Stadt Oldenburg allerdings kaum rentabel sein. Und ob das Anmieten neuer Räume und gleichzeitiges Verwaisen von Büros in einem mietfreien Gebäude des Landes Gelder spart, scheint ebenfalls zweifelhaft. Also dürfte es vorwiegend ums Streichen von Stellen gehen. Und eine rechtzeitigere Auskunft darüber hätten die Betroffenen verdient.

Das Zeugnis für die Entscheidungsträger könnte sich also folgendermaßen lesen: mündliche Beteiligung: mangelhaft; Sozialverhalten: ungenügend, Rechnen: nicht erteilt.

· Cord Krüger

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