Schwerpunktkontrolle der Polizei Oldenburg stellt den Fahrern ein schockierendes Zeugnis aus

Zu schnell, zu dicht, zu stur

„Drängler“ gehören auf den Autobahnen in Deutschland zum traurigen Alltag.

Oldenburg - OLDENBURG (dn) · Dass es auf Deutschlands Autobahnen nicht immer besonders manierlich zugeht, dürfte für den regelmäßigen Autofahrer nichts großartig Neues sein. Die Zahlen, die bei einer Schwerpunktkontrolle der Polizeidirektion Oldenburg jetzt heraus kamen, werfen auf die Fahrer im Nordwesten jedoch ein besonders schlechtes Licht.

In der Zeit zwischen Dienstag, 6 Uhr, und Mittwoch, 6 Uhr, kontrollierten die Beamten auf den Autobahnen rund um Oldenburg 19 835 Fahrzeuge; mit erschreckendem Ergebnis. „Gegen 1 377 Fahrer musste ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden“, berichtet Polizei-Pressesprecher Michael Bavendiek, „und da sind viele ältere Verkehrsteilnehmer, die sowieso nicht zu schnell fahren, noch mit drin.“ Dabei seien geringe Geschwindigkeitsübertretungen gar nicht gemessen worden.

Besonders haarsträubend war die hohe Zahl der „Drängler“, die vor allem auf der A 28 unterwegs waren. Das neue Abstandsmessgerät stellte bei seiner Premiere binnen 24 Stunden gleich 229 Abstandsunterschreitungen fest. 39 Fahrer hatten es sogar so eilig, dass sie jetzt mindestens für einen Monat den Führerschein abgeben müssen. Im Schnitt wurden allein auf der A 28 also mehr als anderthalb „Drängler“ pro Stunde ihren „Lappen“ los. „Die waren zum Teil so dicht dran, dass der Vordermann im Spiegel nicht mehr das Nummernschild sehen konnte“, erzählt Bavendiek: „Die meisten achten nicht drauf.“ Dafür sind die angehaltenen „Verkehrssünder“ selten um Erklärungen verlegen. „Der fährt ja auch so langsam“, „So dicht war das gar nicht“ oder „Ich war in Gedanken“ – Bavendiek kann es nicht mehr hören. „Diese Ausreden ziehen ohnehin nicht und haben nie gezogen. Diese Uneinsichtigkeit kann ich nicht nachvollziehen.“ Manchmal, sagt er, komme in ihm richtiggehend der Ärger hoch. „Bei einigen Fahrern muss ich wirklich schlucken. Die sitzen dem nächsten praktisch im Kofferraum und diskutieren dann noch stur herum, wenn sie angehalten werden. Die wissen gar nicht, mit wie vielen Leben sie spielen.“

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