Bauhof macht Parkstreifen in Harpstedt wieder zugänglich / Von 80 Tonnen Streusalz ist noch etwa die Hälfte übrig

Schnee verladen und weggekarrt

Ein Bild mit Seltenheitswert: Schneemengen werden auf einen Anhänger verladen und abtransportiert.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken· Dass der Samtgemeindebauhof mit einem Radlader Schnee von Parkstreifen auf einen Anhänger verlädt und in die Nähe der Delme karrt, passiert nicht alle Tage. Gestern haben Bedienstete an der Burg- und der Langen Straße in Harpstedt auf diese Weise für wieder beparkbare Stellflächen gesorgt. Heute soll Gleiches an der Mullstraße passieren.

Die Samtgemeinde hat aus dem harten Winter 2009/2010 gelernt und 80 Tonnen Streusalz, rund 50 mehr als im Vorjahr, bevorratet. Mehr gab die Lagerkapazität nicht her.

Momentan sei es schwer, an Nachschub zu kommen, weiß Bauhofleiter Wilfried Hollinden. Obwohl die Samtgemeindearbeiter sparsam mit Salz umgehen, ist die Menge des Streuguts schon etwa um die Hälfte geschrumpft. Die übrigen rund 40 Tonnen dürften nach Hollindens Einschätzung noch rund anderthalb Wochen reichen – vorausgesetzt, Wetterextreme wie Glatteisregen bleiben aus. Priorität genießen die Rad- und Fußwege, die nicht von den Anliegern schnee- und eisfrei zu halten sind, aber auch an Gefahrenpunkten wird gestreut.

Der Winterdienst des Bauhofes schließt die Gemeindeverbindungsstraßen in der Samtgemeinde, die Schulbusstrecken sowie abschüssige Bereiche ein. Die kleinen Außengemeinden bewerkstelligen das Freihalten „ihrer“ Wege oft in Eigenregie. Um viel befahrene Gemeindestraßen kümmert sich nötigenfalls auch der Bauhof – auf Anforderung der Bürgermeister. „Schon jetzt räumen wir immer wieder Schulbusstrecken, damit wir nach Ende der Ferien nicht zu viel zu tun haben“, sagt Hollinden. „Viele Nebenstraßen haben wir zumindest einmal abgeschoben, um den Wulst in der Fahrbahnmitte verschwinden zu lassen.“ Über die Weihnachtsfeiertage hielten Schneeverwehungen auf Gemeindeverbindungsstraßen den Bauhof auf Trab. Hier und da fuhren sich Autofahrer sogar fest.

„Wir haben den Winterdienst im Hauptort Harpstedt einigermaßen im Griff“, findet Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes. „Der Bürger darf nicht erwarten, dass der Staat in jedem Einzelfall für ihn da ist“, fügt er hinzu.

Feste Verträge mit Salzlieferanten hat die Samtgemeinde Harpstedt nicht geschlossen, und weil sie damit bislang gut gefahren ist, wird sich daran auch nichts ändern. Harte Winter wie der vergangene lassen die Kosten für das Räumen und Streuen deutlich ansteigen. Überstunden fallen an, aber auch höhere Aufwendungen für Sprit und Streugut. So verbrauchte der Bauhof in der kalten Jahreszeit 2009/2010 allein etwa das Zwölffache der Streusalzmengen frühere Jahre.

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