Pagenmarsch: Kraus und Partner müsste Differenzsumme an Stadt zahlen

Im schlechtesten Fall vier Millionen Euro für Sanierung

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Aus dem Rat verabschiedet wurde gestern von Bürgermeister Kian Shahidi (rechts) und dem Ratsvorsitzenden Hartmut Frerichs (links) Markus Grünloh von der UWG (zweiter von rechts). Für ihn rückt Sven Debicki nach. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerNun kommt sie doch, die Vereinbarung zwischen Gilde und Stadt bezüglich der Ausrichtung des Schaffermahls. Bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen sprach sich der Wildeshauser Stadtrat gestern Abend dafür aus.

War das Thema im Fachausschuss vom Tisch, so hatte der Verwaltungsausschuss den Beschlussvorschlag wieder gekippt. „Diese Diskussion ist so wichtig wie ein Kropf. Mit der Ausrichtung des Schaffermahls hat es über Jahrzehnte geklappt, warum soll es plötzlich nicht mehr gehen. Aber eure Themen sind eben nicht mehr grün“, entgegnete Rainer Kolloge (UWG) den Grünen, die diesen Antrag auf die Vereinbarung gestellt hatten.

Manfred Rebensburg (Grüne) hingegen untermauerte nochmals den Antrag: „Im vergangenen Jahr hat es bekanntlich mit der Einladung des Gastredners einen unangenehmen Zwischenfall gegeben, der keine gute Werbung für die Stadt war. Wir wollen damit nicht mehr erreichen, als dass alles geklärt ist.“ Immerhin sei es so, dass nach der alten Regelung eigentlich niemand außer Ratsherren zum Schaffermahl eingeladen werden dürfe.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Stadt kostenlos den Rathaussaal zur Verfügung stellt und für die Organisation des Mahls sorgt. Ferner sollen drei Monate vorher Einzelheiten und Gästeliste besprochen werden. Außerdem stellt die Stadt ab 2015 jährlich 1 250 Euro fürs Mahl zur Verfügung. Bislang war es so, dass im Wechsel von Stadt und Schützengilde das Schaffermahl mit 2 500 Euro bezahlt wurde.

Zum Thema „Sanierung der Pagenmarsch“ hatte Bürgermeister Kian Shahidi dem Rat ein Mitteilung zu machen. So habe die Kanzlei Baumeister im Zuge der Prüfung der Unterlagen empfohlen, einen Sachverständigen zur Prüfung der fachlichen Bearbeitung im Projekt „Pagenmarsch“ empfohlen. Dafür wurde Dr. Simon von der Firma Wessling beauftragt. „Die Einschätzung von Simon bestätigt, dass die Projektsumme in Höhe von 2,85 Millionen unter den von Krauss und Partner getroffenen Annahmen gehalten werden könnte“, berichtete der Bürgermeister.

Dies setze laut Simon jedoch voraus dass die noch auszukoffernden Materialien wie angenommen überwiegend gering belastet sind: „Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, könnten die Kosten für die Sanierung im schlechtesten Fall bei bis zu vier Millionen Euro liegen. Entsprechend der von Krauss und Partner gegebenen Garantieerklärung müsste das Unternehmen den über 2,85 Millionen Euro liegenden Betrag der Stadt erstatten.“

Schon während der Einwohnerfragestunde kam das Thema „Tarifsystem fürs Bad“ auf. Der Rat beschloss nun, eine Wertmarke für 400 Euro zusätzlich einzuführen, die den Vorteil hat, dass der Badegast jeweils 30 Prozent Rabatt auf seinen Eintrittspreis bekommt. Das Bad bekommt den Namen „Krandelbad“.

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