Neuer Defibrillator erstmalig im Klinikum Oldenburg implantiert

Schlanker und effektiver

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Kurz vor dem Eingriff gewährten (v.r.) OP-Pfleger Benjamin Unruh, Dr. Harald Eichstaedt und Kardioanästhesisten Dr. Gerhard Dangel (im Hintergrund) einen Einblick in ihre Arbeit.

Oldenburg - OLDENBURG · Im Klinikum Oldenburg setzten Kardiologe Dr. Gregor Siemon und Herzchirurg Dr. Harald Eichstaedt am Donnerstag erstmalig in Deutschland die neueste Generation von internen Defibrillatoren einem 73-jährigen Mann aus Osteel (Landkreis Aurich) erfolgreich ein. Der rüstige Patient wird das Wochenende wieder im Kreise seiner Familie verbringen können.

„Mir geht es blendend“, meinte der Patient schon kurz nach dem Eingriff, „es ist schon etwas ganz Besonderes, zu wissen, dass man der erste Mensch in Deutschland ist, der dieses neue Gerät trägt.“ Am Wochenende hat er bereits etwas vor: Er will wieder im Garten arbeiten.

Das neue Gerät zeichnet sich vor allem durch die optimierte Elektrode aus, die das Herz mit dem Defibrillator verbindet. Sie ist deutlich schlanker als ihre Vorgängerin. Dies bedeutet eine geringere Gefahr von Thrombosen in den Blutgefäßen, über die die Elektrode implantiert wird. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Elektrode über ein neuartiges Verbindungsteil, den Konnektor, jetzt mit dem Aggregat über eine vereinfachte Steckverbindung verschraubt wird. Dies erleichtert den Eingriff, wenn später das Aggregat ausgewechselt werden muss. Ein dritter Vorteil des Gerätes aus den USA ist seine längere Batterielebensdauer – sie ist je nach Notwendigkeit des Stimulierens auf acht bis zwölf Jahre ausgelegt.

„Wir freuen uns natürlich, dass wir es gerade sind – die Klinik der Kardiologie in Kooperation mit der Klinik für Herzchirurgie –, die diese erste Implantation in Deutschland durchgeführt haben“, erklärte Prof. Dr. Albrecht Elsässer, Direktor der Klinik für Kardiologie. Dr. Gregor Siemon, Oberarzt der Klinik, ergänzt: „Es spricht für die Qualität unserer bisherigen Arbeit, wenn weltweit operierende Firmen mit uns derart zusammenarbeiten wollen.“ Und weiter: „Noch wichtiger dabei ist, dass davon unsere Patienten vor Ort profitieren, weil sie die neueste Generation von Geräten implantiert bekommen.“

Im Klinikum Oldenburg gehört dieser Eingriff zu der routinemäßigen Versorgung der Patienten aus der Weser-Ems-Region. Im vergangenen Jahr wurden etwa 230 Defibrillatoren implantiert.

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