HGV wütend über Parktasten-Regelung

„Schlag ins Gesicht des Bürgers“

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Als einen „Schlag ins Gesicht des Bürgers“ bezeichnet der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Wildeshausen, Bernhard Block, die Entscheidung des Rates, keine „Park-Taste“ in der Innenstadt zuzulassen.

Sowohl Block als auch Tom Lagerpusch (Vorstand Marketing) zeigten sich gestern enttäuscht, dass sich keine Mehrheit für das kostenlose Kurzzeit-Parken in der City fand. „Es tun immer alle so, als sei das eine Maßnahme für den HGV gewesen“, so Block. „Das ist aber eine Aktion für den Bürger, der in der Innenstadt kleine Erledigungen verrichten will.“ Der HGV-Vorsitzende hob lobend hervor, dass CDU (ohne Udo Leibscher) und Bürgermeister zusammen für die „Park-Taste“ gestimmt hätten. „Diese Einigkeit kommt selten vor, und es ist toll dass sich beide für die Innenstadt stark gemacht haben.“ Den Bürgern rät Block, für die Kommunalwahl im Gedächtnis zu behalten, wer in diesem Fall „bürgerfreundlich“ abgestimmt habe.

Die Meinungen zur Zweckmäßigkeit einer „Park-Taste“ gingen im Rat am Donnerstagabend weit auseinander. „Diese Maßnahme ist ein absoluter Nebenschauplatz“, erklärte Evelyn Goosmann (SPD). „Viel wichtiger wäre in der Innenstadt ein besserer Branchenmix, um die Einkaufszone attraktiver zu machen. Das hat mit der ‚Brötchen-Taste‘ nichts zu tun.“

„So lange die Einzelhändler nicht mal in der Lage sind, einheitliche Öffnungszeiten zu organisieren, kann die Innenstadt nicht attraktiver werden“, erklärte Hannelore Hunter-Roßmann (SPD). „Wenn das gelingt, dann können sie auch die ‚Brötchen-Taste‘ bekommen.“ Markus Grünloh (UWG) wunderte sich, dass über eine „‚Park-Taste‘ länger diskutiert wird, als über richtig wichtige Themen. Wir halten das alles für Kokolores“, erklärte er. Ganz anders sah das Christa Plate. Sie fand die Taste gut. „Das ist praktisch“, erklärte sie.

Für eine Mehrheit reichte es dennoch nicht. Die Zahl der Gegner und zwei Enthaltungen brachten die Initiative zu Fall. Bei Tom Lagerpusch sorgt das nur für Kopfschütteln. „Wer sich da enthält, der hat mit der Innenstadt nichts am Hut“, erklärte er gestern. Schlimm findet er, dass nicht nur die „Park-Taste“ beerdigt wurde sondern auch die Idee, eine Parkscheibenregelung in der Innenstadt zu etablieren. Diese hätte auch die SPD mitgetragen. Von der Verwaltung wurde sie hingegen nicht befürwortet. Dafür wäre eine entsprechende Beschilderung erforderlich. Da für die Wester- und Huntestraße bereits eine Parkscheinpflicht beschildert ist, ließe sich eine Parkscheibenpflicht für 30 Minuten kaum nachvollziehbar umsetzen, so die Einschätzung.

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