Kreislandvolk ruft Großenkneter Bürger zur positiven Abstimmung für das Bauvorhaben auf

„Schlachthof bringt Wertschöpfungen für die lokale Wirtschaft“

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Landwirt Jürgen Seeger möchte den Schlachthof gerne realisiert sehen.

Ahlhorn - Der Schlachthof in Ahlhorn muss gebaut werden – so zumindest lautet die Ansicht des Kreislandvolkverbandes des Landkreises Oldenburg. In einer Pressemitteilung ruft der Verband alle Bürger in der Gemeinde Großenkneten zur positiven Abstimmung für das Bauvorhaben auf.

Jürgen Seeger (56) aus Haschenbrock, Kreislandwirt und Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Oldenburg, weist in diesem Zusammenhang auf die Situation der Hähnchenmäster in der Region hin. Mehrere Dutzend Landwirte seien betroffen, die sonst in den meisten Fällen ihre schlachtreifen Hähnchen an Abnehmer in den Niederlanden liefern müssten. Seeger: „Das ist nicht nur mit hohen Kosten verbunden – die langen Transportwege belasten zudem die Tiere.“

In der Region fehlten seiner Ansicht nach Schlachtkapazitäten für Hähnchen. „Nachdem im vergangenen Jahr ein Hähnchenschlachthof in Visbek im Kreis Vechta geschlossen wurde, gibt es in unserem Landkreis nur noch den Kreienkamp- Schlachthof in Wildeshausen.“ Dieser sei jedoch mit der aktuellen Kapazität von 30 000 Schlachttieren pro Tag zu klein und könne an seinem bisherigen Standort auch nicht erweitert werden. Der vorgesehene Neubau in Ahlhorn biete die Möglichkeit, einen Teil der bereits in Visbek weggefallenen Kapazitäten zu ersetzen und die in Wildeshausen bisher getätigten Schlachtungen zu kompensieren.

Der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes pocht auf die „erheblichen Vorteile“ für die Gemeinde Großenkneten, die ein Bau der Hähnchenschlachterei mit sich bringen würde: „100 zusätzlichen Arbeitsplätze, außerdem zusätzliche Wertschöpfungen für die lokale Wirtschaft“. Und letztlich werde auch die Gemeinde durch Gewerbesteuereinnahmen davon profitieren.

„Mit der Beteiligung an der Bürgerbefragung haben die wahlberechtigten Einwohner der Gemeinde Großenkneten die einzigartige Möglichkeit, auf demokratischem Wege direkten Einfluss auf eine wichtige Entscheidung des Rates zu nehmen“, betont Seeger. Diese Chance sollten möglichst viele Einwohner nutzen.

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