Umdenken im Rat

Schlachthof in Ahlhorn vor dem Aus

Oldenburg - Von Jan SchmidtWalter Kreienborg, Geschäftsführer der Firma „Kreienkamp“, hat mit der Info-Veranstaltung zum Schlachthof Mut bewiesen. Er stellte sich – bis zu einem gewissen Maß – den Fragen und Kritikpunkten der Bürger.

Allerdings kann dieser „mutige Schritt“ ebenso gut als Verzweiflungstat gewertet werden. Unter dem mittlerweile verstorbenen Bürgermeister Volker Bernasko und mit der Mehrheit des Rates im Rücken, schien das Projekt niemals gefährdet.

Die Vorzeichen haben sich geändert.

Mit Thorsten Schmidtke (SPD) sitzt jetzt ein Schlachthofgegner im Sessel des Bürgermeisters. Die Diskussion um das strittige Vorhaben hat möglicherweise sogar die Wahl in Großenkneten entschieden. Auf die Fraktionen, die den Schlachthof befürworten, herrscht ein enormer politischer Druck.

Hähnchenfabriken, Riesen-Schlachthöfe – die Mehrheit der Bürger vor Ort hat die Nase davon voll.

Am Ende, das muss man ihm zugute halten, wirft Walter Kreienborg alles in die Waagschale. Dennoch wird er mit Info-Abenden kaum jemanden umstimmen können. Die letztendliche Entscheidung fällt nicht er, sondern der Gemeinderat.

Längst gibt es Gerüchte, dass die Befürworter des Schlachthofs im Rat ihre Meinung geändert haben. Nach Informationen unserer Zeitung will sich die komplette CDU-Fraktion bei der finalen Abstimmung der Stimme enthalten. Es wäre das Aus für Walter Kreienborg in Ahlhorn.

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