Wildeshausen international aufgestellt

Wildeshausen-Schild in Alaska und in Arizona

Auf dem Wohnmobil stehend brachten Sorges das Schild im Jahr 2004 an.

WILDESHAUSEN (dr) · „Na, das ist ja eine Überraschung“, dachten sich Mechthild und Reinhard Sorge, als sie das Foto des Wildeshausen-Schildes in Alaska am Mittwoch in der Wildeshauser Zeitung sahen. Das Rentnerpaar aus der Wittekindstadt hatte das Schild dort vor fünf Jahren angebracht.

Und vor drei Jahren war das Kuriosum am Alaska Highway schon einmal in der Zeitung gewesen.

„Allerdings gehört es nicht zu einem Schilderverkaufsstand“, so Reinhard Sorge. „Zudem ist der Alaska Highway auch keine Autobahn, sondern eine 2 450 Kilometer lange Traumstraße durch Nordamerika, die zum Teil unbefestigt ist.“ An der Stelle am Watson Lake in Kanada hängen mittlerweile annähernd 50 000 Schilder aus aller Welt. Das erste Schild hatte dort der heimwehkranke Soldat Carl Lindley angebracht. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Schilder hinzu, so dass es mittlerweile schwer ist, eine Lücke zu finden, wo noch ein neues Exemplar befestigt werden kann. „Wir mussten damals auf ein Wohnmobil steigen, um eine freie Stelle zu nutzen“, erinnert sich Reinhard Sorge. Das Ehepaar war bereits 2001 in Alaska gewesen. Damals hatte es ein Nummernschild des Wohnmobils dort gelassen. Vor dem zweiten Trip nach Nordamerika besorgten sich die Sorges beim Bauhof in Wildeshausen ein aussortiertes Schild auf dem „Wildeshausen 2 Kilometer“ stand. Da das Schild so zu lang war, schnitten sie die Kilometerangabe ab und nahmen es mit und brachten es im August 2004 an. Auch ein weiteres Nummernschild fand dort seinen Platz. Mittlerweile haben die Sorges ein anderes Wohnmobil. Damit möchten sie aber gerne noch einmal nach Kanada fahren. „Ab morgen wird gespart“, sagen sie mit einem Schmunzeln. Wenn alles klappt, könnte es im kommenden Frühjahr losgehen. Dann wird natürlich auch das Schild besucht. Und vielleicht auch noch ein anderes Wildeshausen-Schild, das jetzt in Tucson (Arizona) hängt. Dorthin ist nämlich der Wildeshauser Stefan Jöckel gezogen. Der Klempnermeister hat sich in den Staaten selbstständig gemacht. Vor drei Jahren brachten ihm Mechthild und Reinhard Sorge ein Schild aus der Heimatstadt mit. Das erinnert Jöckel nun immer daran, wo er seine Wurzeln hat.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Trump-Impeachment mit Plädoyers fortgesetzt

Trump-Impeachment mit Plädoyers fortgesetzt

Nur Bitter stark: DHB-Team mit zähem Sieg gegen Tschechien

Nur Bitter stark: DHB-Team mit zähem Sieg gegen Tschechien

Teenager träumen eher von traditionellen Jobs

Teenager träumen eher von traditionellen Jobs

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

Meistgelesene Artikel

Sanierung und Ausbau der A 1 kommen gut voran: 250 Lkw-Plätze und neue Baustelle

Sanierung und Ausbau der A 1 kommen gut voran: 250 Lkw-Plätze und neue Baustelle

Hilfe für Hunde aus Versuchslabor: Reaktionen überwältigen Tierschützer

Hilfe für Hunde aus Versuchslabor: Reaktionen überwältigen Tierschützer

Nötigung im Straßenverkehr: Bauer zu saftiger Geldstrafe verurteilt

Nötigung im Straßenverkehr: Bauer zu saftiger Geldstrafe verurteilt

Polizei entdeckt Welpen ohne Heimtierausweis in Transporter an der A1

Polizei entdeckt Welpen ohne Heimtierausweis in Transporter an der A1

Kommentare