Roswitha Kölling zeigt 13 Bilder bei „StoffArt“ in Harpstedt / Statt Gesang seit fast 30 Jahren Malerei im Mittelpunkt

Scheu vor Ausstellungen längst überwunden

Stolz präsentiert Roswitha Kölling ihre Bilder.

Harpstedt - HARPSTEDT (cs) · Jede Menge Motive habe sie noch im Kopf, sagt Roswitha Kölling. Doch viele hat sie auch schon auf Leinwand gebannt: Rund 200 Bilder hat sie bereits gemalt. 13 davon zeigt sie zurzeit im Geschäft „StoffArt“ von Inge Wolfrath an der Freistraße 7 in Harpstedt.

In einer besonderen Atmosphäre sind die Kunstwerke zu sehen. Schon im Schaufenster des Ladens sind einige Bilder ausgestellt. Im Laden schmücken sie die Wände – darum herum Nähmaschinen, Stoffe, Schaufensterpuppen. Eine kleine Sitzecke lädt zum Verweilen ein. So können die Besucher die Bilder in Ruhe auf sich wirken lassen.

Roswitha Kölling malt vor allem Landschaften und Blumenbilder. Sie nutzt verschiedene Techniken. „Bunt gemischt“, beschreibt die 68-Jährige ihren Stil. Von Ölmalerei über Acryl bis hin zu Pastellkreiden reicht die Auswahl. Genau so unterschiedlich sind auch die Maltechniken: Eine sehr detailgetreue Blumenvase auf der einen Seite, auf der anderen Seite abstrakt angehauchte Mohnblumen vor blauem Himmel. Mit diesem Bild verbindet die Hobbykünstlerin eine besondere Geschichte. „Ich lese sehr viel über Maler“, erzählt sie. In einem Buch über Friedensreich Hundertwasser habe sie gelesen, dass dieser Angst vor leeren Leinwänden hatte und deshalb seine Farbreste auf blanken Leinwänden abwischte. „Genau das habe ich auch gemacht. Dann hatte ich blaue und grüne Flecken auf meiner Leinwand – daraus ist dann das Mohnbild entstanden.“

Angefangen mit der Malerei hat die 68-Jährige im Jahr 1981. „Da konnte ich nicht mehr singen und musste mir etwas anderes suchen.“ Denn wegen einer Krebserkrankung musste Kölling sich an der Schilddrüse operieren lassen – das hatte zur Folge, dass sie ihre stimmhafte Stimme verlor. Das Malen hat sie sich selber beigebracht. „Ich bin eine typische Autodidaktin.“

Die ersten Ausstellungen folgten Anfang der 1990-er Jahre. „Zuerst wollte ich meine Bilder nicht zeigen. Das kam mir vor, als würde ich mich ausziehen“, beschreibt sie ihre Gefühle.

Doch nach vielen Ausstellungen, unter anderem in Dänemark, Hamburg, Rostock und Würzburg, aber auch in Wildeshausen und Harpstedt, hat sie ihre Scheu überwunden.

Besonders freut sie sich aber nun, ihre Bilder bei Inge Wolfrath zeigen zu können. „Ich fand es schön, dass sie diese Idee hat, Stoff und Kunst zu verbinden“, sagt Kölling. „Ich bin froh, wenn ich meine Bilder hier im Laden zeigen kann, der für jeden zugänglich ist.“

Genau so dankbar ist Wolfrath für die Kooperation. „Ich gebe bereits seit drei Jahren örtlichen Künstlern die Gelegenheit, ihre Werke auszustellen. Mir macht das Arbeiten mit dem Blick auf die Bilder viel mehr Spaß“, sagt sie.

Gelegenheit zum Betrachten von Köllings Kunstwerken gibt es noch bis in den April hinein zu den Öffnungszeiten von „StoffArt“ (dienstags bis freitags: 9 bis 12 Uhr; donnerstags und freitags: 15 bis 18 Uhr).

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