Versammlung mit Wiederwahlen und Ehrungen – nur die Königsscheibe fehlte / Frost stellt Pläne vor

Schaffer erstmals Gast der Königskompanie

König Lutz Ertelt und Schaffer Arne Tschöpe (stehend v.l.) zusammen mit Hermann Schröder als dienstältestem König, Oberst Ernst Frost und Kompaniechef Jürgen Luthardt (sitzend v.l.) am Rande der gestrigen Versammlung.

Wildeshausen - (ck) · Premiere im Kayserhaus: Erstmals besuchte gestern Vormittag ein amtierender Schaffer eine Jahreshauptversammlung der Königskompanie in der Wildeshauser Schützengilde.

Arne Tschöpe genoss sichtlich die gelöste Atmosphäre mit einigen nicht ganz ernst gemeinten Anträgen und freute sich über die Begrüßung durch Kompaniechef Jürgen Luthardt: „Schön, dass Du da bist“, unterstrich er, fügte allerdings gleich ein „Und tschüss!“ an.

Natürlich blieb Tschöpe aber ebenso wie die sieben Offiziere mit Oberst Ernst Frost an der Spitze bis zum Ende des offiziellen Teils, der mit dem Absingen des Wildeshauser Liedes endete.

Begonnen hatte die Versammlung traditionell nicht um zehn Uhr, sondern ein paar Minuten später. „Mit der Pünktlichkeit schaffen wir es eben nie so ganz“, erklärte Schriftführer Thomas Johannes. Anschließend aber ging es Schlag auf Schlag: So wählten die 30 ehemaligen Würdenträger und der amtierende König Lutz Ertelt einige Funktionsträger wieder: Sie bestätigten Kassenwart Frank Gebken, Schriftführer Thomas Johannes und Jörg Flege als Begleiter des neuen Königs in ihren Ämtern.

Zudem galt es, einige Jubilare aus den Reihen der Kompanie zu ehren: Frank Gebken, der 2001 den Papagoy von der Vogelstange holte, feiert nun seine zehnjährige Zugehörigkeit. Hermann Reiser begeht bereits sein silbernes Kompaniejubiläum, Peter Stegemann auf 30 Jahre und Heribert Wellbrock auf vier Jahrzehnte seit dem Königsschuss zurück.

Als äußeres Zeichen der Mitgliedschaft in dieser Kompanie der gekrönten Häupter soll künftig ein ganz besonderer Papagoy am Revers dienen: Jürgen Luthardt stellte den Prototypen dieses versilberten Pfingstvogels vor, der an einer Kette unter einer Krone hängt – und nicht wie bei den gängigen Exemplaren unter dem Abbild des Rathauses oder einem Herzen. Juwelier Tom Lagerpusch gestaltete die Form der Krone und fertigt diese Sonderform an. Vorbestellungen für den Papagoy nimmt Thomas Johannes entgegen. Und weil Oberst Ernst Frost gestern offiziell die Trage-Erlaubnis erteilte, steht einem Kauf dieses auf 40 Exemplare limitierten Stücks nichts im Wege.

Auf eine Tradition mussten die Könige diesmal allerdings verzichten: das Aufhängen der Königsscheibe. Die hatte Uwe Reinking während des Schießens im Rahmen des jüngsten Bergfestes errungen, gestern war er aber dienstlich verhindert. Karl Schulze Temming-Hanhoff monierte zwar, dass er die Scheibe doch einem anderen Mann aus der Königskompanie hätte mitgeben können, doch Luthardt erwiderte: „Du lässt doch auch keinen Fremden für Dich nageln, oder?“

Johannes sah diese Zeremonie nur als aufgeschoben an: „Weil wir hier jede Königsscheibe aufhängen, muss das Kayserhaus sowieso irgendwann anbauen…“

Informationen aus erster Hand durch das Offizierskorps hörten die Gildebrüder von Oberst Frost, der die Pläne für das neue Schießhaus (wir berichteten) vorstellte: Das Gebäude soll vier mal sechs Meter groß sein. Die Gilde favorisiere anstelle einer Erbpacht, das Teilstück im Krandel zu kaufen.

Frosts Adjutant Heiner Ahlers sicherte zu, dass die Offiziere den Ein- und Ausmarsch des Regiments zum Krandel und zurück künftig besser organisieren, um mehr Ordnung in die Reihen zu bringen.

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