Gutachter stellte bei Probebohrung starke Beeinträchtigungen fest / Reparaturkosten könnten über 100 000 Euro liegen

Schäden im Kurbad: Stadt will notfalls klagen

Ein Sanierungsfall in Wildeshausen: das Kurbad im Krandel.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Bei der Sanierung des Hallenbades im Krandel ist der zuständige Architekt vor Jahren offenbar nicht seiner Überwachungspflicht nachgekommen und soll nun Schadenersatzleistungen in Höhe von mindestens 103 000 Euro leisten.

Gestern Abend legte Fachanwalt Martin Hoeft aus Bremen dem Bauausschuss die Ergebnisse eines Gutachters vor, der im Rahmen des selbstständigen Beweisverfahrens das Bad untersucht hatte. Danach hat der Gutachter fünf Probebohrungen am Becken angesetzt und festgestellt, dass aufgrund von fehlenden Dichtungen schwere Schäden im Beton des Bades entstanden sind. „In drei Bohrungen ist der kritische Bereich erreicht“, so Hoeft. Der Sachverständige könne die Betonschädigungen aber erst abschließend beurteilen, wenn die Betondecke in einem deutlich größeren Bereich freigelegt werde.

Aus diesem Grunde könnte die Stadt entweder auf Basis der bisher ermittelten Mängelbeseitigungskosten in Höhe von 103 500 Euro Schadensersatz geltend machen oder die Mängel beseitigen lassen und den dafür tatsächlich erforderlichen Aufwand nachfordern.

Der Ausschuss musste gestern einen Entschluss fassen, da die Gewährleistungsfrist bald abläuft. Aus diesem Grund entschieden die Politiker, Schadensersatz in Höhe der 103 500 Euro geltend zu machen und diese Forderung damit zu kombinieren, dass auch weitere Schäden ersetzt werden. Sollte keine Einigung zum Tragen kommen, wird die Stadt eine Klage erheben. Davon unberührt bleibt die Diskussion, wann das Hallenbad abgerissen und ein Neubau an die Stelle gesetzt wird.

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