Voraussetzung für den Bau eines Feuerwehrhauses / 50-prozentige Förderung

Sanierung der Pagenmarsch kostet Stadt 650 000 Euro

Wildeshausen - Die Pagenmarsch gilt als aussichtsreichste Fläche für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Wildeshausen. Das Gebäude muss bis 2014 stehen, da die Feuerwehr-Unfallkasse Hannover das alte Gebäude nicht mehr länger als Standort für die Feuerwehr akzeptiert. Allerdings muss die Pagenmarsch erst von Altlasten saniert werden.

Die Zeit drängt. Nicht nur, um endlich Pläne für den Neubau des Feuerwehrhauses vorzulegen und dann das Bauprojekt anzugehen. Die Zeit drängt auch für die Sanierung der Fläche, von der schon lange bekannt ist, dass dort alter, nicht ganz unproblematischer Hausmüll lagert.

Vor Jahren schon hatte die Stadt es versäumt, die Sanierung über das Konjunkturpaket II günstig zu finanzieren. Jetzt muss schnellstmöglich, bis zum 31. März 2012, ein Antrag bei der N-Bank eingehen, um wichtige Fördergelder vom Umweltministerium zu bekommen.

Die Verwaltung hat in den vergangenen Monaten Gespräche mit dem Ministerium und der N-Bank geführt, um die Förderung der Altlastensanierung für die im Bebauungsplan 19 befindliche Fläche zu klären. „Die Förderung ist grundsätzlich möglich und kann in Aussicht gestellt werden“, teilte Bürgermeister Kian Shahidi dem Rat mit. „Das Förderprogramm des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung kann dafür genutzt werden. 50 Prozent der Sanierungskosten sind förderfähig.“

Für die Maßnahme wurden in den Haushaltsentwurf der Stadt 1,3 Millionen Euro eingeplant. Die Stadt könnte bei erfolgreicher Antragstellung 650 000 Euro an Fördersumme erhalten. Da das Programm im kommenden Jahr ausläuft, ist Eile geboten.

Die Chancen für eine fristgerechte Antragstellung stehen gut. Der Stadt liegt ein Angebot für die Antragstellung, die Erstellung eines Sanierungskonzeptes und einer Kostenschätzung vor. Diese Unterlagen sind für den Antrag notwendig. „Das Angebot des Ingenieurbüros Krauss und Partner beläuft sich auf 5 000 Euro brutto“, erklärte Kian Shahidi. Es sei geplant, das Büro zu beauftragen, wenn aus den Reihen der Fraktion bis zum 3. Februar kein Widerspruch kommt.

Für den Bau des Feuerwehrhauses in der Pagenmarsch hat der Rat 2,8 Millionen Euro in seine Finanzplanung eingestellt. Als Vorbild für ein neues Domizil der Brandbekämpfer soll das Feuerwehrhaus in Bremervörde dienen. Es hat in etwa die Größe und die Eigenschaften, die auch das Haus in der Kreisstadt benötigen würde. · dr

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