Musikkorps Wittekind beendete Konzertreihe auf der Burgwiese / Wildeshauser Schützengilde spendierte Instrumente

Saison-Abschluss mit neuen Fanfaren

Ingo Poth bedankte sich bei den Zuhörern.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Wenn das Musikkorps Wittekind auf die Bühne der Konzertmuschel tritt, dann heißt es entweder „Beginn der Konzertsaison“ oder „Abschluss der Sommermusik“. Gestern erkannte man es schon an der Witterung. Mal Sonne, mal Wolken, und Wind, der die Notenblätter vom Ständer wehte: Erneut ging der Reigen der sonntäglichen Vormittagskonzerte zu Ende.

„Wir spielen so schön, dass kein Regen kommt, auch wenn es der Wetterbericht prophezeit hat“, erklärte der Leiter des Musikkorps, Ingo Poth, selbstbewusst nach dem Adagio für Trompeten von Tomaso Albinoni, mit dem das letzte Konzert in getragener Stimmung eröffnet wurde. Sodann legte das Orchester mit großem Einsatz los und schaffte es tatsächlich, die Regenwolken fern zu halten.

Vielleicht lag es auch an den vier neuen Fanfaren, die das Musikkorps von der Wildeshauser Schützengilde spendiert bekommen hatte.

„Man hat es deutlich gehört, dass die alten Fanfaren nicht mehr so toll waren, wenn wir den Fehrbelliner Reitermarsch oder die Gilde-fanfare vor der Schafferproklamation vor dem Rathaus gespielt haben“, erklärte Poth den zahlreichen Zuhörern an der Konzertmuschel. „Ich habe die Instrumente dann noch mal vor dem Gildehaus ausprobiert, und da lief mir zufällig Oberst Ernst Frost über den Weg. Er hörte, wie miserabel die Fanfare klang und sagte: Besorgt euch neue.“

Das ließ sich Poth nicht zweimal sagen. Er bestellte sofort vier Ersatzinstrumente. „Zum Gildefest hat die Lieferung aber nicht mehr rechtzeitig geklappt, doch heute können wir sie nun vorstellen. Sie werden merken, der schlechte Klang lag früher nicht nur an den Spielern, sondern wirklich an den miesen Instrumenten.“

Da die vier Musiker den Fehrbelliner Reitermarsch ohnehin auswendig können, wurde das Stück zur Begeisterung der Zuhörer mit tollem Klang präsentiert.

Ohnehin fand die Konzertreihe mit dem Auftritt des Musikkorps Wittekind einen würdigen Abschluss. 13 Konzerte gab es in diesem Sommer. „Sie waren gut besucht“, zieht Bürgermeister Kian Shahidi zufrieden Bilanz, denn schätzungsweise 1 400 Besucher machten es sich am Rande der Burgwiese bequem und genossen die Darbietungen der Gruppen. Das bestbesuchte Konzert in diesem Sommer war ohne Zweifel die Darbietung im Rahmen des Partnerschaftstreffens mit den Gästen aus Hertford und Evron. Damals versammelten sich 300 Zuhörer vor der Konzertmuschel. „Mit diesem Angebot am Sonntag tragen wir zur kulturellen Vielfalt in dieser Stadt bei“, erklärt Shahidi. Das sei für einen Luftkurort wie Wildeshausen eine wichtige Sache. „Deshalb werden wir die Konzerte auch im kommenden Jahr anbieten.“

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