Umlarvaktion des Imkervereins auf dem Hof Hollmann / Königinnenzucht im Mittelpunkt

Da war ein ruhiges Händchen gefragt

Die Mitglieder des Imkervereins setzten Larven in einen Vorbrüter mit königinlosen Bienen. ·

Doetlingen - WEHE · Ein ruhiges Händchen benötigte am Sonntagmorgen der Vorsitzende des Imkervereins Wildeshausen, Uwe Endesfelder. Mit einer Pipette bewaffnet, versuchte er während der Umlarvaktion auf dem Hof von Heino Hollmann in Wehe, erst wenige Tage alte Bienenlarven aus den Wabenzellen zu ziehen. Diejenigen, die er erwischte, können nun dem Arbeiterleben entkommen und zur Königin aufsteigen.

Insgesamt zu neunt widmeten sich die Imker an diesem Tag ausführlich der Königinnenzucht. „Diese müssen wir betreiben, wenn wir friedfertige Völker haben wollen. Bienen, die wenig schwärmen, nicht stechlustig sind und uns viel Honig bescheren“, erklärte Harald Wulferding, der zu diesem Zweck bereits einen so genannten Vorbrüter vorbereitet hatte. In diese Kiste mit Waben hatte er Bienen gesetzt, die schnell merkten, dass ihnen eine Königin fehlt. „Das hört man an dem Summen. Das ist ein gutes Zeichen“, so Wulferding.

Nun begann das Hantieren mit der Pipette. Die Larven, die Endesfelder erwischte, wurden in Näpfchen gelegt und in den Vorbrüter gehängt. „Bienenvölker sind in der Lage aus jedem befruchteten Ei eine Königin zu ziehen. Innerhalb weniger Stunden beginnen sie, die Larve entsprechend zu füttern“, erklärte Wulferding. „Dann kann man sie auch schon in andere Völker hängen – aber niemals in die Nähe einer Königin. Denn die dulden keine Rivalin.“

Neben weiteren Details zur Königinnenzucht ging es am Sonntag auch um die Varroamilbe – „unseren Hauptschädling“, so Wulferding, bei dem im kommenden Monat die Teilnehmer des derzeit laufenden Imkerkursus das Schleudern lernen sollen. „Honigernte“ lautet dann das Thema.

Um die Milbenbehandlung geht es wiederum am 14. Juli ab 19.30 Uhr im Wildeshauser Gasthaus Wolters. Dort wird ein Bienenzuchtberater die Mitglieder des Imkervereins genau informieren. „Und im August folgt dann die Drohnenschlacht“, gibt Wulferding einen Ausblick auf das, was zu dem Zeitpunkt im Bienenvolk passiert. Die „Schmarotzer“, sprich die männlichen Bienen, die weder Nektar sammeln können, noch im Bienenstock arbeiten, fliegen dann raus. „Die Drohnen sind nur für die Begattung da, danach sterben sie“, erklärte der ehemalige Vorsitzende.

Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet unter http://www.imkerverein-wildeshausen.de. · ts

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