14 von 16 Wohnungen schon vergeben / Landesförderung ermöglicht günstige Mieten

Richtfest im Seniorenwohnpark

Großenknetens stellvertretender Bürgermeister Rolf Jessen, Michael Müller und Helmut Müller vom verwaltenden Immobilienbüro und Bauherr Christian Rahl (von links) vor dem frisch gerichteten Neubau des Seniorenwohnparks in Großenkneten.

Grossenkneten - (ck) · Seit gestern weht der Richtkranz über dem Seniorenwohnpark an der Hauptstraße in Großenkneten – aber 14 der 16 Wohnungen hat das Team von „Müller Immobilien“ aus Wildeshausen schon vermietet. „Die Gemeinde wächst – und es kostet sie keinen Cent“, freute sich Immobilienkaufmann Helmut Müller mit der Verwaltung. Das Gesamt-Investitionsvolumen beläuft sich hingegen auf 1,5 Millionen Euro.

Denn etwa die Hälfte der künftigen Bewohner stamme aus Großenkneten, die anderen Mieter zögen extra hierher „und folgen zum Beispiel ihren Kindern und Enkeln“. Die provisions- und kautionsfreie Kaltmiete von 276 Euro könnte auch einen Anreiz bedeutet haben. Möglich machte dies die Landesförderung fürs „Betreute Wohnen“. Deshalb dürfen die Interessenten hier nur mieten und nicht kaufen. Zu den weiteren Richtlinien zählte, dass es sich bei den Bewohnern um „Altersrentner“ ab 60 Jahren handeln muss.

Der Bau ähnelt in Größe und Aufteilung der 60-Quadratmeter-Appartements mit drei Zimmern, Küche, Bad (mit rollstuhlgerechten Wannen) sowie Terrasse oder Balkon dem bereits bezogenen Wohnpark „Am Rieskamp“ in unmittelbarer Nähe. Auch hier fungierte Bauunternehmer Christian Rahl aus Schwichteler im Landkreis Cloppenburg als Bauherr. „Alles ist bisher planmäßig gelaufen“, zog er gestern ein positives Zwischenfazit. Im April sollen die Mieter einziehen. Die von ihm und seinem Bruder Andreas geführte Firma Willy Rahl erstellte den Rohbau, und die Zimmerei Hülsmann aus Cappeln richtete das Dach.

Deren Meister Manuel Klorr kletterte gestern aufs Dach und rief den Richtspruch hinab: „Flatternd und fröhlich wie Festtagsgewänder – flattern am Ende des Richtkranzes die Bänder“, beschrieb er das Gebinde, das die Nachbarn zuvor auf den Boden über dem zweiten Stock gehievt hatten.

Zu den Gästen zählten Großenknetens stellvertretender Bürgermeister Rolf Jessen und Bauamtsleiter Erhard Schröder, denen Michael Müller, Helmut Müllers Neffe und Partner in der Geschäftsführung, ein dickes Lob aussprach: „Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung lief hervorragend – alles Hand in Hand.“ Ginge es nach dem Diplom-Verwaltungswirt, sollte es nicht der letzte Wohnpark dieser Art auf diesem Areal bleiben: „Für das benachbarte freie Grundstück läuft zurzeit das Ausschreibungsverfahren, und wir haben uns ebenfalls darauf beworben.“

Die Vorteile der Gegend liegen laut Helmut Müller auf der Hand: „Hier können die alten Menschen zu Fuß Verbrauchermärkte, die Apotheke oder den Bahnhof erreichen.“ Als Sinn des „Betreuten Wohnens“ nannte Müller den Wunsch des Gesetzgebers, dass jeder Mensch so lange wie möglich in seinen eigenen vier Wänden leben solle: „Es gilt der Grundsatz: ambulante Pflege vor stationärer Pflege.“ Die Pflegedienste könne jeder Bewohner selbst frei wählen. Die Firma Müller hat in unmittelbarer Nähe ein Senioren-Service-Büro eingerichtet.

Einen Fahrstuhl gibt es in den neuen Objekten mit den Hausnummern 12 bis 14 allerdings nicht. „Das wollen jüngere Senioren auch nicht unbedingt“, berichtete Michael Müller. „Wer sich in diesem Alter noch für eine neue Wohnung entscheidet und seinen Haushalt weiterhin selbst führen kann, freut sich über Bewegung.“

Sollte Müller fürs nebenan liegende Grundstück jedoch ebenfalls den Zuschlag bekommen, sehen die Pläne einen Fahrstuhl vor.

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