Dötlinger Gartenkultour: Interesse an Imkerei und Privatgärten groß / An einigen Stationen blieb es aber ruhig

Resonanz so durchwachsen wie das Wetter

Trotz Regenschauer waren die Privatgärten gut besucht. Auch bei der Dötlingerin Jutta Meyer schauten viele Interessierte vorbei.
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Trotz Regenschauer waren die Privatgärten gut besucht. Auch bei der Dötlingerin Jutta Meyer schauten viele Interessierte vorbei.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Von „sehr ruhig“ über „für das bescheidene Wetter relativ gut“ bis hin zu „heute ist richtig was los“ – ganz unterschiedlich bewerteten die Künstler, Privatgärtner und Imker gestern die Besucher-Resonanz auf die beiden Aktionstage der Gartenkultour, die erneut unter dem Motto „Dötlingen summt“ zu einer Entdeckungstour durch die ganze Gemeinde einlud.

Am Stand der Imkerei Alterbaum vor dem Heuerhaus konnten die Besucher Bienen hinter Glas beobachten. ·

Je nach Standort herrschte „tote Hose“ oder Trubel. Die meisten Besucher zog es nach Dötlingen selbst, wo das Gästeführer-Team am Info-Stand beim Parkplatz „Zur Loh“ gut zu tun hatte. „Ich könnte mir heute den Mund fusselig reden“, freute sich Marianne Mennen über das Interesse. „Hauptsächlich erkundigen sich Radler nach den sieben geöffneten Privatgärten. Einige möchten aber auch nur Dötlingen anschauen.“ Gelegenheit dazu hatten an beiden Tagen die Teilnehmer des Dorfspaziergangs. In der Gruppe ging es zu den Sehenswürdigkeiten sowie zu einem geheimen Garten. „Ziel ist das Grundstück des Ehepaars Heil. Da beide Imker sind, steht dort das Thema Bienen im Mittelpunkt“, verriet Gästeführerin Ingrid Kuhlmann.

Bei den „Geveshauser Blickfängen“ zeigte Beate Seeger (r.) Interessierten, wie sie Blüten und ähnliches filzen können.

Wie schon während des Aktionstages am 1. Mai informierten gleich an mehreren Stationen Imker über den Nutzen der vom Aussterben bedrohten Biene – und stießen auf offene Ohren. Ob am Stand der Geveshauser Imkerei Alterbaum oder beim Klattenhofer Imker Götz Neuber, überall wurde angeregt über die Problematik diskutiert. „Die Imkerei und die Gartenkultour scheinen sich gut zu ergänzen“, lautete das Fazit von Neuber, der Bienenprodukte wie Honig und Liköre anbot. An anderen Stellen beobachteten die Besucher die Insekten hinter Glas.

Neben dem Stand der Gästeführer summte es.

Über mangelnde Resonanz konnte sich auch Jutta Meyer nicht beklagen. Trotz gelegentlicher Regenschauer zog es Interessierte in ihren Bauerngarten am See. „Schon der Sonnabend lief erstaunlich gut“, berichtete sie. Da verkaufte die Dötlingerin 91 Buttons, mit denen die Gäste dann an allen Aktionstagen im Jahr 2013 Zutritt zu den Privatgärten haben. „Und zwei Drittel der Besucher hatten schon welche“, so Meyer, die diesmal auch einen Rundweg um ihre Seen bis zur Hunte eingerichtet hatte. Weitaus ruhiger als im Golddorf ging es an ein paar Stationen in den umliegenden Ortschaften zu. Anne Hollmann vom „Kultur und Kunsthaus“ in Ostrittrum, die ihre Malerei und Skulpturen zeigte, freute sich über jeden Gast. „Am Sonnabend habe ich 50 gezählt“, sagte sie. Auch die „Geveshauser Blickfänge“ von Brigitte Becker und Gerd Battermann, wo gleich mehrere Künstler und Kunsthandwerker ihre Arbeiten präsentierten, erlebten keinen Ansturm. Dunkle Wolken und gelegentliche Schauer sorgten dafür, dass die Radfahrer etwas längere Wege mieden. „Es ist trotzdem okay“, erklärte Battermann. „Denn die Leute, die dennoch kommen, sind wirklich interessiert.“

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