Drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Großenkneten

Rennen um das Rathaus

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Thorsten Schmidtke

Grossenkneten - Von Jan Schmidt. Im Super-Wahljahr 2013 fällt in der Gemeinde Großenkneten schon am 7. April die nächste wichtige Entscheidung. Drei Kandidaten konkurrieren derzeit um das neu zu besetzende Amt des Bürgermeisters.

Neben dem Kandidaten der SPD, Thorsten Schmidtke, sind außerdem noch der unabhängige Michael Krüger und seit Montag der parteilose Ludger Bickschlag im Rennen. Bickschlag genießt dabei die Unterstützung der CDU/FDP-Gruppe im Rat.

Ludger Bickschlag

„Aus diesem Grund kann ich es auch nicht gutheißen, dass er sich am Montag als parteilos und unabhängig präsentiert hat. Gleichzeitig hat er die CDU- und FDP-Vertreter mit ihren Vornamen begrüßt“, kritisierte gestern Michael Krüger gegenüber unserer Zeitung. Er sehe Bickschlag als Kandidaten der CDU und FDP. „Als Unabhängiger rechne ich mir sehr gute Chancen aus“, so der 55-jährige Krüger. Fast 50 Prozent der in Niedersachsen gewählten Bürgermeister seien unabhängig. Ihm gehe es darum, die Lebensumstände „aller“ Bürger zu berücksichtigen. Nach Möglichkeit wolle er die Zusammenarbeit der Ratsparteien verbessern. Für den Wahlkampf hat sich Krüger eine feste Strategie überlegt: „Die Plakatschlacht um die Laterne mache ich nicht mit. Stattdessen werde ich mich an vier Abenden in unterschiedlichen Ortschaften der Öffentlichkeit präsentieren.“ Außerdem sei er auf Facebook aktiv und plane Hausbesuche.

Michael Krüger

Persönlichen Kontakt zu den Bürgern sucht auch Thorsten Schmidtke. „Meine Tür steht immer offen. Jeder kann mich zu jeder Zeit anrufen, ansprechen oder besuchen.“ Punkten wolle er vor allem durch Bürgernähe. Der enge Bezug zur Gemeinde könne ihm dabei sicherlich helfen, glaubt er. Seit elf Jahren sitzt Schmidtke ununterbrochen im Gemeinderat. Sieben Jahre lang ist er auch schon Mitglied im Verwaltungsausschuss – jenem Gremium, das quasi die wichtigsten politischen Entscheidungen für die Gemeinde vorbereitet. „Mit der Verwaltungsspitze habe ich oft und durchaus eng zusammengearbeitet. Ich weiß, wie die Verwaltung tickt, kenne die Gemeinde mit all ihren Strukturen und Problemen – und auch die Vereine und Bürger sind mir vertraut“, sagte der 48-Jährige gestern. Im Vergleich zu den anderen Kandidaten sehe er sich in diesem Bereich eindeutig im Vorteil.

Sicher – der aus Friesoythe stammende Bickschlag müsste im Fall seiner Wahl zunächst einmal die Arbeitsabläufe und Strukturen der Gemeinde kennenlernen und sich einarbeiten. Dass er dazu aber bereit und auch in der Lage ist, steht für ihn außer Zweifel: „Aufgrund meiner beruflichen Qualifikation und Erfahrung bringe ich darüber hinaus auch das fachliche ,Know-how‘ mit“, sagte er gestern. Als Mitarbeietr im Amt des Bürgermeisters der Stadt Friesoythe habe er zwölf Jahre lang Erfahrungen sammeln können. Zudem befinde er sich aufgrund der Trennung von seiner Frau in einer Lage, in der er den Rücken frei habe und sich zu 100 Prozent auf die Arbeit konzentrieren könne. Bis zur Wahl am 7. April wolle er den Kontakt zu möglichst allen Großenkneter Bürgern suchen. Vorstellen könne er sich außerdem Besuche und Treffen mit verschiedenen Vereinen und Organisationen. Eine Einladung habe er bereits vom Gewerbe- und Handelsverein erhalten.

„Vielleicht kann man ja zu solchen Besuchen auch mal alle drei Kandidaten einladen“, schlug Bickschlag vor – und läutete damit schon die nächste Runde des Wahlkampfes ein.

Die Bürger in Großenkneten und bestimmt auch die Bürger und Vertreter der Städten und Gemeinden umzu werden das Auftreten sowie die Argumente der Kandidaten weiterhin mit großem Interesse verfolgen.

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