Ausnahmegitarrist Ferenc Snétberger kommt als „Weihnachtsüberraschung“ in die St.-Firminus-Kirche

Reise zwischen musikalischen Welten

Der Jazzgitarrist Ferenc Snétberger gibt am 11. Dezember ein Konzert in der Dötlinger St.-Firminus-Kirche.

Dötlingen - (ts) · Budapest, Palermo, eine Brasilien-Tour und jetzt Dötlingen: Mit dem Ausnahmegitarristen Ferenc Snétberger ist es der Dötlingen-Stiftung gelungen, einen Musiker für die letzte „Kultur-pur“-Veranstaltung in diesem Jahr zu gewinnen, der ansonsten in der ganzen Welt unterwegs ist. Als „Weihnachtsüberraschung“ spielt er am Freitag, 11. Dezember, ab 19.30 Uhr in der St.-Firminus-Kirche.

Was genau, die Zuhörer dann erwartet, ist ungewiss. Denn jeder Konzertabend von Snétberger gestaltet sich anders. „Man muss das Publikum vorbereiten auf das, worum es einem eigentlich geht. Es muss sich an meine Musik gewöhnen, um sich wirklich darauf einlassen zu können“, sagt der Jazzgitarrist. Zudem reagiere ein Publikum in Berlin ganz anderes auf seine Musik, als die Zuhörer in Palermo.

Sicher ist nur: Das Publikum erlebt eine Reise zwischen den musikalischen Welten. Denn Snétbergers Kompositionen spannen den Bogen von heimischem Gypsy-Jazz zu spanischem Flamenco, von der klassischen Gitarre bis hin zu jazzigen Episoden. Dabei vollführt er auf sechs Nylonsaiten die ausbalancierte Gratwanderung zwischen klassischer Gitarrenliteratur, improvisiertem Jazz und östlicher Folklore. Temperamentvolle, heißblütige Akkorde wechseln sprunghaft mit virtuosen Saitenläufen. Für diese Kunst bräuchte der Normalsterbliche eigentlich eine dritte Hand.

Snétberger ist als Sohn eines Gitarristen mit dieser Musik groß geworden. Nach seinem Studium der klassischen Musik und Jazzgitarre ist er heute besonders für seine Improvisationskunst und sein die Genre-Grenzen überschreitendes Spiel bekannt. Er hat zahlreiche Alben unter eigenem Namen veröffentlicht und eine Reihe weiterer als Ko-Leader und Sideman. Seine Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, Japan, Korea, Indien und die USA.

1995 komponierte er das Concerto für Gitarre und Orchester „In memory for my people“ anlässlich des 50. Jahrestages der Beendigung des Holocaust, das 2007 auch im New Yorker Hauptquartier der Vereinten Nationen anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags aufgeführt wurde. Als Solist führte er Luciano Berios „Sequenza XI“ (per chitarra sola) auf, mit Orchester hat Snétberger Konzerte von Vivaldi, Rodrigo und John McLaughlin interpretiert. Mit der „Kunst der Fuge“ findet sich auf Snétbergers jüngster CD „Balance“ zum ersten Mal ein Stück von Bach.

Bei diesem umfangreichen Repertoire wird der Auftritt von Snétberger in Dötlingen wirklich zu einer Überraschung. Abgerundet wird der Abend von weihnachtlichen Texten der Weltliteratur, die Pastor Hartmut Lübben liest.

Karten für das Konzert sind im Heuerhaus Café unter der Telefonnummer 04433/969591, oder in der Galerie, Tel. 04433/1241, erhältlich.

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