Gemeinde Prinzhöfte erhält rund 30 000 Euro aus dem „Leader“-Programm

Radwegverlängerung in Horstedt liegt im Zeitplan

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenHORSTEDT · Seit knapp zwei Wochen beschäftigt sich das Huder Unternehmen Gert Würdemann mit der Verlängerung des Radweges an der Dorfstraße in Horstedt bis zur Tischlerei Oetken. „Wir haben das Voltigierturnier in der Reithalle am 2. und 3. Juli bewusst noch abgewartet“, sagt Prinzhöftes Bürgermeister Herwig Wöbse. Tags darauf seien die Arbeiter angerückt.

Der erste Bauabschnitt an der Dorfstraße bis zur Einmündung in die K 286 in Schulenberg liegt schon acht Jahre zurück. Dieses Stück war seinerzeit mit Dorferneuerungsmitteln (und Zuschüssen des Landkreises) gefördert worden, wobei die Gemeinde einwilligen musste, den Radweg in rot geflammten Betonsteinen zu pflastern. Der jetzt in der Entstehung begriffene – knapp 300 Meter lange – Abschnitt wird in gleicher Bauweise und gleichem Material hergestellt, um das einheitliche Bild zu wahren. Hier ist nicht der Landkreis, sondern die Gemeinde der Straßenbaulastträger. Umso mehr freut es Bürgermeister Herwig Wöbse, dass rund 30 000 Euro aus dem „Leader“-Programm bei Bau-, Planungs- und Nebenkosten von insgesamt etwa 72 000 Euro und einem gemeindlichen Eigenanteil von rund 42 000 Euro fließen. „Wir hatten gar nicht unbedingt mit der Zuschussfähigkeit der Maßnahme gerechnet“, sagt er. Letztlich sei die touristische Bedeutung des Radweges, der Teil zweier ausgewiesener Fernradwanderstrecken sei, ausschlaggebend gewesen.

Zunächst seien Kosten von rund 60 000 Euro bei einem erwarteten „Leader“-Zuschuss von etwa 25 000 Euro veranschlagt worden. Die nun höheren Aufwendungen seien unter anderem auch Nachbesserungen geschuldet. So habe sich die Gemeinde Prinzhöfte dafür entschieden, den Trennstreifen zur Fahrbahn in 70 Zentimetern Breite als Grünstreifen in Schotterrasen anzulegen. Der Radweg selbst müsse wegen der örtlichen Gegebenheiten auf 1,80 Meter Breite begrenzt werden. Die Anlieger hätten sich sehr kooperativ gezeigt, Vorarbeiten erledigt und so letztlich die Bauausführung erleichtert. Wöbse erwähnt in diesem Zusammenhang unter anderem eine abgerissene Mauer und entfernte Büsche. Grunderwerb sei für den zweiten Radweg-Abschnitt nicht erforderlich gewesen. „Die Firma soll nach unserem Willen möglichst in einem Rutsch durcharbeiten“, so der Bürgermeister. Er überzeugte sich gestern davon, dass die Maßnahme, die in den Sommerferien zum Abschluss gebracht werden soll, voll im Zeitplan liegt.

Den Lückenschluss bis Klein Ippener entlang der K 53 hat die Gemeinde Prinzhöfte bereits im Visier. Der Rat habe einer Kostenbeteiligung im Rahmen der Mischfinanzierung schon zugestimmt. Das rund zweieinhalb Kilometer lange Stück fällt in die Zuständigkeit des Landkreises. Etwa ein Kilometer liegt auf Ippener Gebiet. „In der neuen Prioritätenliste des Landkreises steht der Radweg an fünfter Stelle“, berichtet Herwig Wöbse. Mit der Umsetzung ist nach seiner Einschätzung frühestens 2015 zu rechnen.

Nach aktuellem Sachstand würde die Maßnahme, die einer groben Schätzung zufolge rund 500 000 Euro kosten soll, zu 60 Prozent aus Mitteln nach dem Entflechtungsgesetz finanziert. 25 Prozent hätte der Landkreis Oldenburg zu tragen, 7,5 Prozent die Samtgemeinde Harpstedt. Die übrigen 7,5 Prozent müssten die Gemeinden Prinzhöfte und Groß Ippener aufbringen, wobei sich ihre Anteile nach den Streckenlängen auf ihren Territorien bemessen. „Wir säßen mit rund 27 000 Euro im Boot“, hat Wöbse errechnet.

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