40 Atomkraftgegner demonstrierten vor FDP-Büro in Wildeshausen, doch es war niemand da

Protestlärm verhallt ungehört

Mit Trompeten und anderen Musikinstrumenten protestierten die Atomkraftgegner gegen eine Akw-Laufzeitverlängerung.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · „Liebe Frau Brunkhorst, schalte Atomkraft ab. Denn du kannst das, ja, du hast die Macht. Schalte Atomkraft ab“, sangen gestern 40 Bürger vor dem Büro der heimischen Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst. Das Büro war jedoch geschlossen, so dass die Demonstranten kurzentschlossen zum Marktplatz zogen.

Petrus ist vermutlich Atomkraftgegner. Denn der heftige Regen ließ pünktlich um 11 Uhr nach, als die Aktivisten im Namen des Kampagnennetzwerkes „Campact“ an der Sonnenstraße eintrafen. Sie waren mit Tröten, Pfeifen, Trommeln, Topfdeckeln und Trompeten ausgestattet und wollten so „Alarm schlagen“. Die Aktion gehörte zu einer bundesweiten Initiative, mit der vor den Wahlkreisbüros von CDU und FDP für einen Verzicht auf längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke geworben werden sollte. In rund 50 Städten protestierten die Atomkraftgegner, in Wildeshausen hielten sie Plakate hoch, auf denen unter anderem stand: „Kinder haften für ihre Eltern“ oder: „Liebe Frau Brunkhorst, schalten Sie bitte Atomkraft ab“.

„Hoffen wir mal, dass Frau Brunkhorst da ist“, sagte der Organisator der Aktion, Alexander Grote vom Verein für Ganzheitliches Lernen. „Wir wollen uns hier für eine nachhaltige, friedliche Zukunft ohne Atommüll einsetzen.“ Die Liberalen trügen dazu bei, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke voranzutreiben. „Es wäre schön, wenn Frau Brunkhorst davon beeindruckt ist, dass wir hier sind.“

Einen nachhaltigen Eindruck konnten die Atomkraftgegner aber nicht hinterlassen, da niemand öffnete. Sie steckten ein Heft mit Argumenten gegen die Atomkraft in den Briefkasten und klebten ein Plakat an die Tür, auf dem darauf hingewiesen wurde, dass bereits 150 000 Menschen die Erklärung „Atomkraft abschalten“ unterschrieben haben.

Nach der Sommerpause wollen die Atomkraftgegner weitere Aktionen organisieren. Ihr Protest soll in eine Großdemonstration am 18. September in Berlin münden. Den Aufruf zur Teilnahme an der Demo durften die Aktiven auf dem Marktplatz allerdings nicht verteilen. Sie hatten keine Genehmigung.

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