CDU-Generalsekretär in Wildeshausen

Problemfälle in der Stadt besichtigt

CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley (l.) erklärte CDU-Generalsekretät Ulf Thiele den Zustand der St.-Peter-Turnhalle.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Den Kontakt zur Basis behalten und vor Ort über Probleme sprechen. Das ist das Ziel des niedersächsischen CDU-Generalsekretärs Ulf Thiele. Im Rahmen seiner „Sommertour“ erörterte er mit der CDU in Wildeshausen zwei „sehr spezielle Fälle“. Er besichtigte die Sporthalle an der St.-Peter-Schule und das Kurbad im Krandel.

Die heimischen Christdemokraten schilderten, dass die Turnhalle an der St.-Peter-Straße seit dem Bau im Jahr 1964 nur teilweise saniert wurde. „Die Sanitäranlagen und die Fenster stammen noch aus der Anfangszeit“, so Stephan Rollié, der sowohl Haushaltsausschuss-Vorsitzender als auch Schulelternsprecher an der St.-Peter-Schule ist.

Schon eine kurze Besichtigung zeigte dem Gast aus Hannover, dass die Halle völlig marode ist. Allerdings war der Zeitpunkt des Besuchtermins ungünstig. Bekanntlich hatte der Rat der Stadt vor einer Woche einem Neubau einer größeren Zwei-Feld-Turnhalle zugestimmt – allerdings, nachdem er beschlossen hatte, die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft nur noch als Hülle weiterzuführen. Diese Maßnahme fand Thiele gar nicht so falsch. „Die Liquidation einer defizitären städtischen Grundstücksgesellschaft zum Ausgleich des Haushaltes ist sicherlich nicht die schlechteste Lösung“, erklärte er – nicht wissend, dass einige Wildeshauser Christdemokraten damit gehörige Bauchschmerzen haben.

CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley monierte, dass im Rahmen des Konjunkturpaketes keine einzige Sporthalle im Landkreis Oldenburg saniert worden sei, „weil es nicht reingepasst habe.“ In Wildeshausen, so wurde aber auch klar, war keine Sanierung beantragt worden. Hier hatte die Politik voriges Jahr für den Neubau einer größeren Sporthalle einen Antrag auf Zuschüsse gestellt und war damit gescheitert.

Für das nun geplante Wildeshauser Bauprojekt, für dessen Planung bereits 360 000 Euro im Haushalt stehen, wird es wohl kaum Geld aus Landestöpfen geben. „Wir haben ein Sportstättensanierungsprogramm aufgelegt“, berichtete Thiele. „Doch der Sanierungsbedarf war so groß, dass wir gerade mal eine Turnhalle pro Jahr und Landkreis fördern konnten.“ Eine Neuauflage stellte er für das Jahr 2012 in Aussicht. „Ein Sportstättenneubau-Programm kriegen wir aber nicht hin.“

„Dann haben wir hier ja keine Chance“, stellte Ratsfrau Christa Plate fest. Thiele stimmte ihr zu und verwies darauf, dass es für die Stadt wohl auch erst einmal darum gehen müsse, das schwierige Haushaltssicherungskonzept hinzubekommen. Der Generalsekretär machte zudem deutlich, dass die neue doppische Haushaltsführung nicht als Grund angeführt werden dürfe, dass in den Haushalten große Löcher klaffen. „Die Doppik ist nicht das Problem. Sie legt das Problem offen, dass der jahrelange Werteverzehr in den Haushalten nicht dargestellt wurde.“

Anschließend fuhr die Delegation weiter zum Kurbad im Krandel, das ebenfalls völlig marode ist (wir berichten morgen).

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