Agentur reagiert nach Absage des Konzertes im Dezember nicht / Frist per Einschreiben setzen

„Prinzen“-Fans warten auf Rückerstattung

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Zwei Monate ist es her, dass die A-cappella-Formation „Die Prinzen“ in der Wildeshauser Alexanderkirche auftreten wollte. Aus dem Auftritt wurde nichts.

Nicht, weil die „Prinzen“ nicht gewollt hätten, sondern weil der lokale Veranstalter „Seifert Media“ das Konzert absagte. Viele Fans reagierten enttäuscht. Mittlerweile sind sie aber nur noch stinksauer, weil sie seit Wochen auf die Rückerstattung ihres Eintrittsgeldes warten. So wie Gabriela Rehbein aus Wildeshausen. Sie hatte drei Tickets im Wert von 126 Euro direkt beim Veranstalter in Bad Essen bestellt und seitdem nichts mehr von ihm gehört. „Zuerst war ich skeptisch, Karten über das Internet zu bestellen“, sagt sie. Doch weil sie, ebenso wie die „Prinzen“, aus dem Osten Deutschlands kommt, wollte sie die Gruppe gerne mal live erleben. „Wir haben uns schon gefreut und extra frei genommen“, erzählt sie.

Die Enttäuschung war nach der Absage riesengroß. „Wir haben uns dann beim Veranstalter per E-Mail gemeldet. Aber es gab keine Reaktion.“

Sie ist nicht die Einzige, der es so ergangen ist. Inhaber Jürgen Seifert versprach zwar schon bei der Absage am 15. Dezember, dass die Ticketbesitzer nur ihre Bankverbindung angeben sollten, damit er das Geld überweisen könne. Daraus wurde jedoch nichts. Im Januar erklärte Seifert, dass nun alles schnell zurückerstattet würde, aber auch das waren offenbar nur leere Versprechungen. Gabriela Rehbein sah regelmäßig auf ihr Konto, es kam jedoch kein Geld an. Per Telefon ist Seifert seit geraumer Zeit nicht mehr zu erreichen. Auch auf Nachfragen unserer Zeitung kam keine Reaktion. Die Programmvorschau der Agentur im Internet besteht unter dem Punkt „Veranstaltungen“ aus einer leeren Seite. Keine guten Aussichten darauf, dass bei Seifert jemand regulär arbeitet. Die Verbraucherzentrale macht jedoch deutlich: Der Veranstalter muss die Karten erstatten. Sinnvoll ist es, ein Einschreiben mit Rückschein an die Agentur zu schicken, in dem eine Frist von zehn Tagen für eine Rückerstattung gesetzt wird. Passiert auch dann nichts, kann ein Mahnverfahren beim Amtsgericht eingeleitet werden.

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