Harpstedter „Prager“ kehren nach einem Wochenende im Allgäu mit schönen Erinnerungen aus Buchenberg zurück

Preußen in Bayern? Das klappt prima!

Das Musizieren kam während des Aufenthaltes im Allgäu nicht zu kurz.

Harpstedt - HARPSTEDT/BUCHENBERG · „Das geht ab!“ Getreu dieser Devise machten die Harpstedter „Prager“ am Freitag schon beim Begrüßungskonzert im Hotel Sommerau ordentlich Stimmung. 35 bestens aufgelegte Musiker aus dem Flecken, die anlässlich des „Marktfestes“ für ein Wochenende in die Marktgemeinde Buchenberg ins Allgäu gefahren waren, stellten innerhalb eines zweistündigen Programms einige Highlights in den Mittelpunkt. Sie zeigten, wie sich in Niedersachsen stimmungsvolle Blasmusik anhört.

„Auf nach Buchenberg!“, hieß ein Lied, das „Prager“- Dirigent Steffen Akkermann zur Melodie von „Schützenliesel“ geschrieben hatte und den Gästen gemeinsam mit „Scholzi“ alias Iris Klingebiel vortrug. Die Reaktion fiel eindeutig aus: Das Stück kam gut an. Im weiteren Verlauf des Freitagabends „tobten“ – man kann auch sagen: tanzten – die „Prager“ zur Musik der Showband „Alpenmafia“, was das Zeug hielt. Was nicht „hielt“, war das Knie von „Scholzi“, die auf dem „Parkett“ umknickte. Um Mitternacht ließ das ganze Festzelt Sebastian Voß, „Struppi“ genannt, anlässlich seines Geburtstages hochleben. Die Stimmung hätte ausgelassener nicht sein können. Geheimnisvolles hielt der Sonnabendmorgen bereit: Ein kundiger Wünschelrutengänger demonstrierte das Auffinden von Wasseradern. Die „Prager“ probierten‘s selbst aus. Verblüfft registrierten sie, dass die Rute tatsächlich ausschlug. „Ich glaube da nicht dran, aber es klappt!“, staunte Thomas Winter. Zuvor war Klaus Corleis von Michael Kasch ein Sicherheitsgurt der Feuerwehr angelegt worden. Insider verstanden den Fingerzeig: Er spielte darauf an, dass Corleis beim vorherigen Besuch im damals winterlichen Buchenberg auf glattem Weg verunfallt war.

Auf der Gletscheralm gab‘s Mittagessen. Am Abend nahm ein Stimmungswettbewerb dreier Musikkapellen seinen Lauf. Dabei galt es, den Besuchern 75 Minuten lang pausenlos einzuheizen, was allen Mitwirkenden vorzüglich gelang. Die Lautstärke des jeweiligen Zuhörer-Applauses diente als „Messlatte“ für die Ermittlung des Siegers. Die „Prager“ hatten nahezu drei Viertel der Stücke auch „drauf“; sie hätten nach Einschätzung von Steffen Akkermann also durchaus mithalten können, doch das blieb ihnen letztlich aus organisatorischen Gründen versagt, denn der Wettbewerb währte bis weit nach Mitternacht. Dass die Musikkapelle Buchenberg am Ende den Sieg einfuhr, überraschte deren Gäste aus dem fernen Harpstedt nicht. Die wiederum fanden den originellen Wettstreit durchaus nachahmenswert. „Die ,Prager‘ haben jetzt eine Idee mehr, ein besonderes Konzert mit anderen Kapellen und vielleicht der Landjugend zu veranstalten“, freute sich Akkermann.

Am Sonntag trafen sich die Harpstedter, um gemeinsam mit der Kapelle aus Buchenberg zum Festzelt zu marschieren. Alles war auf den Beinen: Pastor, Bürgermeister, Schützenkönig, Einwohner, Fahnenabteilungen diverser Vereine und sogar die mit dem Flugzeug angereisten Harpstedter Fleckenratsmitglieder Heinz Volkmer, Lars Tangemann, Horst Hackfeld, Marco Roreger, Wolfgang Krössing (der den Aufenthalt in seiner früheren Heimat besonders genoss) – mit Fleckenbürgermeister Werner Richter.

Im Zelt auf der Bühne gestalteten die „Prager“ hinter dem Altar den Gottesdienst musikalisch nach einem einfachen „Verfahren“, das der aus Sarajewo stammende Pfarrer Dirigent Steffen Akkermann so erklärte: „Immer wenn ich Sie anschaue, spielen Sie!“ Der Geistliche schaute sieben Mal. Und die „Prager“ mussten tief in ihre Notenkiste greifen, um passende Lieder zu präsentieren. Sogar das Delmelied ließen sie erklingen. Danach gaben sie ein stimmungsvolles Konzert und marschierten mit „Preußens Gloria“ (!) durchs Festzelt. Alle Besucher standen auf und klatschten. Vor der Rückreise wunderte sich Steffen Akkermann: „Preußen in Bayern – das klappt mittlerweile vorzüglich.“

Die erste Begegnung der „Prager“ und der Kapelle aus dem Allgäu liegt schon gut ein Jahr zurück: Seinerzeit hatten die Buchenberger anlässlich der 500-Jahr-Feier der Bürgerschützen ordentlich Stimmung in Harpstedt gemacht und reichlich bajuwarische Lebenslust im Flecken versprüht.

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