„Reisende suchen sich andere Routen“

Polizei sieht geringere Staugefahr

Landkreis - (ck) Gestern Vormittag sah sich Werner Johannes noch einmal entlang der zehn Kilometer Fahrbahnerneuerung zwischen Lohne und Vechta um. „Auch dort fließt der Verkehr so weit problemlos“, urteilte der Hauptkommissar der Autobahnpolizei Ahlhorn. Auch für die übrigen Routen im Revier zwischen Damme und Delmenhorst sieht der Dienstschichtleiter in diesen Sommerferien geringere Gefahren durch Staus oder „Stop and Go“ – wegen der „abschreckenden Medienberichte“ über die A1.

„Denn es dürfte uns zu Gute kommen, dass sich die umfangreichen Ausbauarbeiten zwischen Bremen und Hamburg in der ganzen Republik herum gesprochen haben“, schätzt Johannes. „Viele Autofahrer suchen sich auf dem Weg zur Nord- und Ostsee daher schon von vornherein andere Strecken aus.“ Der Beamte des Ahlhorner Kommissariats empfiehlt aus Richtung Süden das Ausweichmanöver über die A2 und die A7. „Und Reisende aus dem westlicheren Niedersachsen sollten durch den Wesertunnel fahren“, schlägt Johannes vor.

Vier Bundesländer starteten am Donnerstag in die Sommerferien – neben Niedersachsen und Bremen auch Thüringen und Sachsen-Anhalt. Gestern war in Sachsen der letzte Schultag. Aber die Ahlhorner wissen, dass „ihren“ Autobahnen in den Landkreisen Oldenburg, Cloppenburg und Vechta die Hauptreisewelle erst ab Mittwoch bevor steht: Dann gibt's Ferien im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen – mit Millionen Verfechtern eines Urlaubs am Strand. „Aber auch darauf stellen wir uns ein“, unterstreicht Werner Johannes.

Dementsprechend haben die Verantwortlichen die Schichten dahingehend aufgestockt, dass zwei Kollegen des Kommissariats mit den dort stationierten Polizeimotorrädern zur Verfügung stehen. Auch zum ehrenamtlichen Stauhelfer der Ahlhorner Johanniter besteht jeden Sommer intensiver Kontakt.

Den Strom der Blechlawine aus Nordrhein-Westfalen schätzt Hauptkommissar Johannes diesmal allerdings ebenfalls als nicht so dramatisch wie in den vergangenen Jahren ein: „Inzwischen ist das Autobahndreieck Stuhr fertig, an der Baustelle Lohne/Dinklage läuft der Verkehr vierspurig, und das Dreieck ,Ahlhorner Heide‘ wirkt entschärfend, weil sich dort die Autos in verschiedene Richtungen verteilen.“

Bleibt nur noch die Hoffnung der Ordnungshüter auf aufmerksame Fahrer und möglichst wenig Auffahrunfälle oder Pannen bei zähflüssigem Verkehr. Dann zeigen sich Nadelöhre erst recht von ihrer komplizierten Seite. „Aber ein liegen gebliebener Lastwagen kommt schon mal vor, und die Bergungen haben wir immer hinbekommen“, beruhigt der Dienstschichtleiter.

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