Schulwegsicherheit: Grallert und Quickert begleiten Kinder / Auch Auge auf manche „Elterntaxis“

Polizei „per Pedal“ auf Streife

Auf dem Überweg an der Ampel vor der Wallschule wird geschoben: Die vorbildlich behelmten Beamten Carsten Grallert (rechts) und Rolf Quickert zeigen den Kindern, wie es geht.

Landkreis - (ck) · Es gibt sie wieder – die berittene Polizei. Zwar nicht hoch zu Ross, aber immerhin auf zwei einheitlichen Drahteseln. Nach Jahren holten Rolf Quickert und Carsten Grallert vom Präventionsteam der Polizei die silbernen Trekking-Räder mal wieder aus der Garage des Wildeshauser Kommissariats. Nach dem Luftpumpen steuerten sie gestern zunächst die Wallschule in Wildeshausen an. Denn zu den landkreisweiten Aktionen der Polizei in diesen ersten Wochen nach den Ferien gehört auch das sichere Begleiten der Grundschüler auf dem Schulweg. „Aber auch die Kindergärten lassen wir natürlich nicht außer Acht“, stellte Quickert klar.

„Mit dem Fahrrad kommen wir so ziemlich überall hin“, nannte Grallert einen entscheidenden Vorteil zum Streifenwagen. Gleichzeitig können die beiden Polizeioberkommissare zeigen, dass sie mit gutem Beispiel voran gehen – oder radeln. Sie tragen ihre selbst gekauften Fahrradhelme.

Wann immer es der normale Dienst zulässt, starten sie jetzt zur Streife „per Pedal“. „Wenn wir an den verschiedenen Sammelpunkten für den Schulexpress Kinder entdecken, sammeln wir sie auf und bringen sie zur Schule“, erklärte Quickert. Ansonsten steuern sie die „potenziellen Gefahrenstellen“ an, wie Grallert mit Blick auf die Kreuzungen der Pestruper Straße zum Schulzentrum und zur Holbeinschule erläuterte.

Dabei haben sie auch die „Elterntaxis“ im Auge – also die Autos der Mütter, die ihren Nachwuchs chauffieren: „Es ist gar nicht so selten, dass wir Kinder auf dem Beifahrersitz sehen – unangeschnallt und dicht vor der Windschutzscheibe. Oder Schüler, die unzureichend gesichert auf der Rückbank mitfahren.“ Gelegentliche Handzeichen ermahnen die Muttis, nicht zu schnell zu fahren. In Extremfällen sprechen die Uniformierten die Fahrer an.

Natürlich weisen die beiden Ordnungshüter auch die mit dem Rad kommenden Kinder auf Mängel hin, falls ihr fahrbarer Untersatz nicht verkehrssicher ist. „Aber um diese Art der Kontrolle geht es uns bei dieser Aktion nicht vorwiegend“, stellt Quickert klar. „In gravierenden Fällen schreiten wir schon ein, aber besonders geht es uns darum, dass die Kleinen das sichere Überqueren der Straßen an den geeigneten Stellen lernen. Quickert würde sich wünschen, wenn möglichst alle Eltern den Weg mit ihren Sprösslingen einüben, indem sie sie begleiten.

Dass diese besondere Wachsamkeit der Beamten angebracht ist, beweisen allein die zwei Schulweg-Unfälle in Wildeshausen diese Woche. Beide Schülerinnen verletzten sich leicht.

Gestern Mittag an der Straße „Im Hagen“ suchten aber auch Eltern das Gespräch mit Grallert und Quickert: Ein Vater beklagte sich über das rücksichtslose Verhalten mancher Radfahrer gegenüber Fußgängern auf dem gemeinsamen Rad- und Gehweg.

Rolf Quickert und Carsten Grallert treffen schnell den richtigen Ton, wenn sie Verkehrsteilnehmer auf Fehlverhalten ansprechen. „Und wir lassen keinen so einfach fahren, der sich uns entziehen will“, unterstrich Grallert. Denn Vorsicht: Auch auf ihren Fahrrädern sind die zwei Oberkommissare schnell.

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