Bürgermeister Kian Shahidi will Tierschützer unterstützen / Familienfest zum 25. Geburtstag im Krandel

Politik soll Verantwortung übernehmen

Am Stand der Tierschutzgruppe wurde ein Dosenwerfen angeboten.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Wer ein Vierteljahrhundert erfolgreich arbeitet, sollte das gebührend feiern. Das tat die Tierschutzgruppe Wildeshausen am Sonnabend mit einem Familienfest im Krandel und viele kamen, um sich zu informieren und Spaß zu haben.

Dabei fing der Tag für die Tierschützer gar nicht so gut an. Der Getränkewagen war defekt, so dass die Befürchtung groß war, keine gekühlten Erfrischungen anbieten zu können. Schnell war aber für Ersatz gesorgt. Ganz ungeplant musste die Feuerwehr, kaum, dass sie aufgebaut hatte, schon wieder zu einem Flächenbrand in Mahlstedt ausrücken.

Davon ließ sich niemand unterkriegen, denn es gab ja noch genügend andere interessante Stände. So zum Beispiel der Hunde-Agility-Kurs, in dem nicht jeder Vierbeiner sofort die gestellten Aufgaben erfüllen wollte. Durch einen Tunnel ging es, dann im Slalom um Stangen und über Hindernisse. Am Ende warteten Beifall und ein Leckerli.

„Ich habe seit etwa einem Jahr auch einen Hund“, erzählte der Schirmherr des Festes, Bürgermeister Kian Shahidi, im Rahmen seiner Begrüßung. „Das ist in jedem Fall eine Bereicherung für die Familie. Aber es ist auch ganz klar: Hunde sind keine Spielzeuge. Man muss auch Verantwortung übernehmen.“

Verantwortung müsse in ganz anderem Sinne auch die Politik in Wildeshausen übernehmen, so der Bürgermeister. Er bezeichnete es als „geradezu grotesk“, dass 100 000 Euro für einen Architektenwettbewerb für einen Kurbadneubau ausgegeben würden, der vielleicht nie erfolge, aber keine 80 000 Euro da seien, um den Bau eines Tierheims zu unterstützen. „Das sage ich, auch wenn es dafür wieder Ärger gibt“, so Shahidi. Er selbst favorisiere zudem das ehrenamtliche Engagement bei der Fundtierbetreuung. „Das kann ein professioneller Anbieter in der Form gar nicht leisten.“

Auf ehrenamtliche Hilfe können die Tierschützer in Wildeshausen zählen. So freute sich die Vorsitzende der Tierschutzgruppe, Christina Poppe, gestern, dass Hannah-Sophia Bartkowski und Carolin Blömer (beide neun Jahre alt) zu ihre kamen und ihr 180 Euro überreichten. Die Mädchen hatten einen Straßenflohmarkt mit Spielsachen und Büchern veranstaltet. Zudem hatten sie selbst Bilder und Postkarten bemalt und diese in der Nachbarschaft verkauft. Christina Poppe bedankte sich bei den beiden Mädchen mit einer Urkunde.

Insbesondere für Kinder gab es bei dem Fest viele Möglichkeiten, sich zu betätigen. So drehte sich bei der Wildeshauser Zeitung das Glücksrad gratis und gab es viele Preise zu gewinnen. Gleich nebenan veranstaltete die Tierschutzgruppe ein Dosenwerfen und hatte eine Tombola aufgebaut. Eine Märchenerzählerin unterhielt die Kleineren, die Kleintiergruppe Oldenburg informierte über artgerechte Tierhaltung, es gab Holzofenbrot, Würstchen, Kuchen und Getränke. Am Ende blieb einiges Geld in den Spendendosen der Tierschützer. Das wird in jedem Fall gebraucht, denn 25 Jahre Bestehen sind kein Grund aufzuhören, sondern ein Ansporn, mit aller Kraft weiterzuarbeiten.

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