Feuerwehr muss einen neuen Platz finden / Alter Standort doch nutzbar?

Politik lehnt Sanierung der Pagenmarsch ab

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Für den Feuerwehrstandort Pagenmarsch müsste die Krandelstraße auf sechs Meter verbreitert werden. ·

Wildeshausen - Von Dierk RohdenburgPer Rundmail versuchte die Stadtverwaltung gestern, bei den Ratsfraktionen zu klären, ob die Sanierung der Pagenmarsch noch gewünscht ist. Heute sollen die Ergebnisse vorliegen, doch schon jetzt ist klar: Es wird keine Sanierung geben.

Damit ist die Standortentscheidung für die Feuerwehr in Wildeshausen hinfällig. Hatte sich Stadtbrandmeister Jürgen Koch vor wenigen Wochen noch gefreut, dass es ein klares Votum des Fachausschusses für einen Neubau auf der dann sanierten Fläche gibt, ist das alles nun Makulatur. Zwei Gründe sprechen dafür, dass die meisten Ratsmitglieder jetzt umgeschwenkt sind. Es sind die relativ hohen Sanierungskosten und die Kosten für eine Verbreiterung der Krandelstraße in Höhe der Kurve am Schwimmbad. „Wir haben das noch mal ausgerechnet“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse. „130 Euro für den Quadratmeter sind für eine Sanierung sehr viel Geld. Das tragen wir nicht mit.“ Auch Markus Grünloh von der UWG meint: „Das ist zu viel Geld für das Grundstück. Für Sanierung und Straßenausbau müssten 1,5 Millionen Euro ausgegeben werden.“ Zwar könnte die Stadt 650 000 Euro vom Land für die Sanierung zurückerstattet bekommen, wenn der Antrag bis Freitag gestellt wird, dennoch wollen die Politiker nicht so viel Geld ausgeben. „Das kann man niemandem mehr erklären“, so Grünloh.

Das sieht auch Helmut Müller (FDP) ähnlich. „So viel Geld auszugeben, ist nicht gerechtfertigt.“ Seiner Ansicht nach ist die Fläche in der Pagenmarsch mittlerweile ökologisch so wertvoll, dass man sie besser in Ruhe lassen sollte. „Es gibt alternative Grundstücke“, so Müller. Wolfgang Sasse hat ebenfalls ökologische Gründe, die gegen den Standort Pagenmarsch sprechen. „Die Bäume am Schwimmbad können auf keinen Fall gefällt werden.“ Zudem sieht er nicht ein, warum die Anwohner an der Krandelstraße für den Ausbau finanziell herangezogen werden sollen, unter dem Strich aber nichts davon haben.

Und jetzt? „Wir favorisieren weiter den alten Standort“, sagt Markus Grünloh. Das umso mehr, wo der Bewohner des Hauses, das einer Vergrößerung der Feuerwehr am Parkplatz Kokenstraße im Wege steht, verstorben ist. Man könnte mit der Erbengemeinschaft das Gespräch suchen. Und es müsste ein erfahrener Planer eingeschaltet werden, der mit der Feuerwehrunfallkasse verhandelt, wie ein neues oder verändertes Feuerwehrhaus bis Ende 2014 konkret aussehen soll.

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