Bebauungsplan soll bald ausgelegt werden / Doppel- und Reihenhäuser möglich

Platz für 798 Neubürger am Bargloyer Weg geplant

Zurzeit wächst auf dem zukünftigen Bauland noch das Getreide.

Wildeshausen - Ausreichend Platz für 798 neue Einwohner von Wildeshausen soll möglichst schnell südlich des Bargloyer Weges entstehen. Geplant sind 373 neue Wohneinheiten. Das Spektrum reicht von freistehenden Einfamilienhäusern über Doppelhäuser bis hin zu Reihenhäusern. Somit soll auch relativ günstiger Wohnraum geschaffen werden, der in der Kreisstadt dringend benötigt wird.

Wenn alles glatt läuft, dann könnte der Bebauungsplan Anfang des kommenden Jahres rechtsgültig werden. Vorher gibt es aber noch einige Hürden zu überwinden. So gehört das zukünftige Bauland längs des Barg-loyer Weges noch nicht der Stadt. Zudem ist für den Plan eine Öffentlichkeitsbeteiligung nötig. Diese soll im Sommer über die Bühne gehen.

Im Rahmen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am Donnerstagabend stellte Planer Eckhart Mumm den Bebauungsplan vor, der eine Fläche von knapp 20 Hektar umfasst, von denen 12,56 Hektar als Wohngebiet geplant werden. Entsprechend der Wohnbedarfsprognose sollte die Stadt Wildeshausen innerhalb der kommenden zehn Jahre etwa 20 Hektar Wohnbaufläche schaffen. Ziel ist es, jährlich etwa 1,8 Hektar Bauland auszuweisen.

Im Bereich des Bebauungsplanes „Vor Bargloy“ muss bei der Bebauung auf die Starkstromleitung ebenso geachtet werden wie auf den landwirtschaftlichen Betrieb Gier. Noch ist nicht klar, ob bei der Stromleitung ein Mindestabstand von 30 Metern eingehalten werden muss. Durch den landwirtschaftlichen Betrieb gibt es allerdings Geruchsemmissionen, die dazu führen, dass in einem angrenzenden Bereich an der Bargloyer Straße keine Wohnbebauung geschaffen werden darf. Planer Mumm hat dort Grünflächen vorgesehen. Es soll ein Regenrückhaltebecken ebenso angelegt werden wie ein Spielplatz und weitere Freizeitaufenthaltsmöglichkeiten.

Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff regte an, den Bereich ungenutzt zu lassen und so lange für eine Wohnbebauung zu sperren, bis der landwirtschaftliche Betrieb umgesiedelt ist. Wann und ob das überhaupt passiert, steht jedoch noch in den Sternen.

Nach den Plänen ist eine Einzelhausbebauung in der Nähe des Hofes Flege geplant. In Richtung des Kapitänsviertels dürften eher Reihenhäuser entstehen. Das Viertel muss im übrigen planerisch weiter als Mischgebiet behandelt werden, da die Lärmemmissionen durch die Großraumdisco und den Betrieb Atlas Weyhausen zu hoch sind. Selbst eine fünf Meter hohe Schallschutzwand würde daran nichts ändern.

Eine Erschließung des neuen Baugebiets ist über den Bargloyer Weg vorgesehen. Theoretisch kann an beiden Enden des Plangebietes mit dem Bau begonnen werden. Das führt aber zu höheren Kosten. Problematisch dürfte sich der Verkehr in dem Bereich entwickeln. Schon im Jahr 2008 fuhren über den Westring so viele Autos, wie für das Jahr 2015 prognostiziert wurden. Die Entlastungsstraße ist dringend erforderlich, das Geld dafür aber nicht vorhanden. Deshalb dürfte der Bargloyer Weg in Zukunft stärker belastet werden. Ein Ausbau bis zum Baugebiet wäre erforderlich – zumindest so lange, bis doch eine Entlastungsstraße realisiert werden kann. · dr

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