Sozialdemokraten mit Anliegern einer Meinung: Gelände muss gesperrt werden

„Platz ist eine Frechheit“

Mit den Sozialdemokraten machten die Anwohner einen Gang über den Schulhof. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerLangsam aber sicher wird der Streit um die Lärmbelästigung durch den Hartplatz an der Wildeshauser Hauptschule zur unendlichen Geschichte. Die SPD jedoch ist mit den Anliegern einer Meinung und spricht sich deutlich für die Sperrung des Platzes außerhalb der Schulzeit aus. Das machten die Sozialdemokraten am Montagabend während ihrer Sommer-Radtour deutlich.

Ratsfrau Hannelore Hunter-Roßmann jedoch vertrat zum Teil die Meinung von Dr. Volker Pickart (CDU), der ganz klar die generelle Freigabe des Platzes gefordert hatte. Für sie sei die ganze Thematik etwas unverständlich transportiert worden: „Irgendwo müssen die Kinder ja spielen, daher brauchen wir einen Kompromiss, der Platz sollte schon über die Schulzeit hinaus, bis 18 oder 19 Uhr, frei zugänglich bleiben.“

Eine Aussage, die weder Anlieger noch Parteigenossen hinnehmen mochten. „Hier muss möglichst schnell eine Lösung her, das Interesse der Anwohner, eine Lösung herbeizuführen, ist mit Recht sehr groß“, betonte Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann. Die Verwaltung habe auf Grund des „Gegenwindes“ von Dr. Pickart die Entscheidung wieder zurückgezogen, den Platz zu sperren: „Und das, obwohl der Platz ausschließlich für den Schulbetrieb angelegt wurde und zugelassen ist. Jetzt sollen die Gremien entscheiden.“

Für Anwohner Herbert Weitz ist es ein neues „Kampffeld“, das namentlich von Ratsherr Pickart mit dem Bürgermeister aufgemacht worden sei: „Es stimmt schon sehr bedenklich, wenn ein Ratsmitglied zum rechtswidrigen Handeln aufruft. Solch ein Vorgehen schadet der ganzen Stadt, wir sind doch kein Streitstaat.“ Es müsse doch möglich sein, hier Abhilfe zu schaffen

Für Karl-Heinz Jähnel ist es nach eigener Aussage eine „Frechheit“, überhaupt in einem Wohngebiet einen solchen Hartplatz anzulegen: „Das ist eine Respektlosigkeit gegenüber den Anwohnern. Da kann es doch nur Recht sein, dass wir wenigstens nach der Schulzeit unsere Ruhe haben möchten.“ Und Hartmut Posenauer: „Wir sind nicht etwa gegen die Kinder, die haben während der Schulzeit ihr Recht, hier zu spielen. Aber gegen 16.30 Uhr muss der Platz dicht gemacht werden. Dieser Lärm bis in die späten Abendstunden ist einfach unerträglich.“

Einstimmig prangerten die Anlieger die Stadtverwaltung an, sie seit fünf Jahren „veräppelt“ zu haben. „Bürgermeister Franz Duin hat seinerzeit noch Interesse bekundet und sich unseres Problems angenommen. Zu seiner Zeit wurden abends die Tore und Basketballkörbe abgebaut.“ Anwohner und CDU-Ratsherr Ulrich Kramer: „Mit dem Wechsel aber wurde nichts mehr gemacht, keiner hat sich mehr um die Sache gekümmert.“

Posenauer machte während eines Rundgangs den Gästen klar, dass es nicht nur um den Krach auf dem Hartplatz geht: „Vielmehr wird immer wieder der gesamte Schulhof für Feten und Saufgelage genutzt. Hier hilft eben nur eine Einfriedigung.“

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