Drittklässler bekommen Rüstzeug für etwaigen Schulsanitätsdienst an die Hand

Von Pflaster und Verband zur stabilen Seitenlage

Kassandra Groeneveld (hinten, 3.v.r.), Rettungsassistentin und bei den Maltesern in leitender Funktion zuständig für den Bereich Ausbildung, vermittelte der 3a von Klassenlehrerin Kathrin Hiller Rüstzeug in Sachen Erster Hilfe. Vorn: Antonia legte Thorin einen Handverband an. ·
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Kassandra Groeneveld (hinten, 3.v.r.), Rettungsassistentin und bei den Maltesern in leitender Funktion zuständig für den Bereich Ausbildung, vermittelte der 3a von Klassenlehrerin Kathrin Hiller Rüstzeug in Sachen Erster Hilfe. Vorn: Antonia legte Thorin einen Handverband an. ·

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenViele Drittklässler werden sich voraussichtlich dazu entschließen, nach den Sommerferien in ihrem letzten Jahr an der Grundschule Harpstedt Schulsanitäter-Aufgaben zu übernehmen. In der laufenden Woche bekommen sie das nötige Rüstzeug an die Hand. Rettungsassistentin Kassandra Groeneveld vom Malteser Hilfsdienst schult die Klassen jeweils einen ganzen Vormittag lang kindgerecht in Erster Hilfe.

Gestern früh rückte die 3a hochmotiviert mit Lehrerin Kathrin Hiller in den Musikraum über der Samtgemeindebibliothek ein. Von Anfang an machten die Kinder konzentriert mit.

Teilweise erstaunliche Antworten bekam Kassandra Groeneveld, als sie danach fragte, wer sich denn schon mal verletzt habe. Ein Junge erzählte von einem Unfall aus dem vergangenen Jahr, der leicht auch hätte schlimmer ausgehen können. „Ich bin aus dem Bus ausgestiegen, und als ich über die Straße gehen wollte, hat mich ein Auto angefahren. Polizei und Rettungswagen waren da. Ich musste ins Krankenhaus.“

Ein anderes Kind verriet zur allgemeinen Erheiterung, es sei mal „gegen einen Laternenmast gelaufen“. Ein Junge berichtete von einem gebrochenen Zeh und schilderte, wie‘s dazu kam: „Meine Schwester hatte mich gegen den Türrahmen geschubst.“

Dem Thema Erste Hilfe näherte sich Kassandra Groeneveld mit Geschichten aus eigener Feder, in denen ein zehnjähriger Junge namens Malte, zugleich das Maskottchen der Malteser, die Hauptrolle spielt. In Anlehnung an den alten Malteser-Orden trägt er einen Ritterhelm. Sein bester Freund heißt Tim, und auch dessen Bruder Max kommt in den kleinen Erzählungen vor. Oft geht es um Missgeschicke, die Verletzungen nach sich ziehen, so auch in der ersten    Geschichte,   die Kathrin Hillers Klasse vernahm. Darin stürzt der kleine Malte mit dem Fahrrad und erleidet Schürfwunden am Knie und am Zeigefinger der linken Hand. Max schafft professionell Abhilfe mit zwei Pflastern.

Der Kurs beschränkte sich aber nicht auf Theorie. Die Kinder probierten aus, was sie aus den Geschichten mitgenommen hatten. Kassandra Groeneveld zeigte ihnen, wie man Pflaster richtig aufklebt und Verbände anlegt. „Auch die stabile Seitenlage und das Absetzen eines Notrufs werden wir üben“, verriet die 25-Jährige der Kreiszeitung.

Last but not least durften die Kinder sich konkret ein Bild vom Equipment der Lebensretter machen: Eine Besichtigung des Rettungswagens rundete den Kurs ab.

Natürlich bekamen die Schüler keine umfassenden Ersthelferkenntnisse an die Hand, sondern nur die Dinge erklärt und vermittelt, die sie in ihrem Alter zu begreifen imstande sind.

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