Bericht der Gleichstellungsbeauftragten

87 persönliche Beratungen

Neerstedt - „Diese Position gibt es nicht ohne Grund“, sagte Ratsmitglied Ute Ziemann (SPD) während der letzten Sitzung und appellierte mit Blick auf die Haushaltsberatungen und die finanziell schwierige Lage der Gemeinde: „Geht nicht an den Posten der Gleichstellungsbeauftragten heran!“ Diese Aufgabe nimmt mit zehn Stunden wöchentlich nebenamtlich die Sozial- und Ordnungsleiterin Elke Brunotte wahr, die den Ratsmitgliedern nun ihren ausstehenden Bericht für die Jahre 2008 bis 2011 vorlegte.

Demnach hat sich der Bedarf an Beratungen erhöht. Waren es 2009 noch 57 und im vergangenen Jahr 54 Gespräche, registrierte Brunotte 2011 bisher 87 Beratungen in ihrem Büro. Hinzu kamen jeweils diverse telefonische Beratungen sowie „Tür- und Angelgespräche“. Hauptsächlich suchten Frauen Rat. „Die Vielfalt bei den Themen war groß“, so Brunotte. Die Bandbreite reiche von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf über Fragen zum Minijob und der Versorgung älterer Angehöriger bis hin zur Gewalt in der Beziehung und der Eingliederung von Frauen und Kindern mit Migrationshintergrund.

Als ihr „Steckenpferd“ bezeichnete die Gleichstellungsbeauftragte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein besonderes Anliegen sei ihr in diesem Rahmen die Kinderbetreuung. „Ein gutes Angebot ist für Familien immer wieder ein wesentliches Kriterium bei der Frage des Wohnsitzes.“ Nachdem 2005 bereits eine altersübergreifende Nachmittagsgruppe in der Dötlinger Kita eingerichtet wurde, hat zu Beginn des Kindergartenjahres 2010/ 2011 eine solche Gruppe für 20 Schüler und zehn Kita-Kinder im Kindergarten Neerstedt ihren Betrieb aufgenommen. Mittlerweile teilen sich 78 Kinder die 60 Plätze in den beiden Einrichtungen.

Daneben verwies Brunotte auf die 2010 eingerichtete dritte Integrationsgruppe in der Gemeinde sowie die neue Krippe in Dötlingen. Nachdem die Kinder ab diesem August zunächst übergangsweise von drei Fachkräften in einem Raum in der Grundschule betreut wurden, sind die Mädchen und Jungen im November in den Anbau an den Kindergarten gezogen. „Derzeit werden die letzten Kinder noch eingewöhnt. Zu Beginn des kommenden Jahres sind dann alle Krippenplätze vergeben“, teilte Brunotte mit. Das reguläre Angebot beinhalte derzeit eine Betreuung von 7.30 bis 13 Uhr. Ab 2012 werde jedoch eine Betreuungszeit bis 14 Uhr benötigt.

Demografischer Wandel

als Herausforderung

Neben den Kindergartenzahlen ging Brunotte auch auf das Thema „Demografischer Wandel“ ein. „Das ist in den kommenden Jahren die Herausforderung für die Gemeinde“, erklärte sie. Neben einem Rückblick auf die bislang gelaufenen Aktionen des gegründeten Arbeitskreises verwies sie auf die 2010 ausgebildeten Seniorenbegleiter sowie die Seniorenwohnungen, die derzeit an der Neerstedter Hauptstraße entstehen. „Hier wird in Zukunft sicher weiterer Bedarf sein.“

Ebenfalls gab Brunotte Einblicke in die Jugendarbeit, in die Mitarbeiterstruktur der inneren Verwaltung sowie in die landkreisweiten Zusammenschlüsse der Gleichstellungsbeauftragten. In Kooperation mit ihren Kolleginnen im Kreis hatte sie zudem Veranstaltungen zum Weltfrauentag organisiert. „Das wird es leider 2012 nicht geben“, sagte sie.

Dass man die Arbeit von Elke Brunotte „nicht genug würdigen“ könne, sagte anschließend Gernot Kuhlmann (CDU). „Sie ist eine Vertrauensperson für die Bevölkerung.“ · ts

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