Aschenstedter Demografieexpertin initiiert Regionalforum „Zukunft sichern“

„Da passt Dötlingen gut rein“

Freuen sich auf das Regionalforum „Zukunft sichern – Arbeit gestalten“ in Bremen: Die Aschenstedter Demografieexpertin Anne-Marie Glowienka, Bürgermeister Heino Pauka sowie Sozial- und Ordnungsamtsleiterin Elke Brunotte (v.l.) ·
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Freuen sich auf das Regionalforum „Zukunft sichern – Arbeit gestalten“ in Bremen: Die Aschenstedter Demografieexpertin Anne-Marie Glowienka, Bürgermeister Heino Pauka sowie Sozial- und Ordnungsamtsleiterin Elke Brunotte (v.l.) ·

Neerstedt - Nein, beim Thema „Demografischer Wandel“ muss sich die Gemeinde Dötlingen nicht verstecken, findet Bürgermeister Heino Pauka. „Auch wenn wir noch Handlungsbedarf, insbesondere bei der Altenbetreuung, haben.“

Dieser Ansicht ist auch die Aschenstedter Demografieberaterin Anne-Marie Glowienka, die nicht nur die regionale Ansprechpartnerin des Vereins Demografie-Experten ist, sondern auch das Regionalforum „Zukunft sichern – Arbeit gestalten“ initiiert hat. Am Freitag, 8. November, geht es im Maritim Hotel und im Congress Centrum Bremen über die Bühne – natürlich mit Dötlinger Beteiligung.

„Der demografische Wandel trifft die Wirtschaft, Kommunen und Institutionen gleichermaßen“, weiß Glowienka. Mit Lösungen zu dem Thema befassen sich seit Jahren unterschiedliche Organisationen und Vereine. Diese möchte die Aschenstedterin nun zusammenbringen. „Die Idee hatte ich vor rund einem Jahr“, erinnert sich Glowienka, die damals beim bundesweit aktiven Demografie Netzwerk anklopfte und auf offene Ohren stieß.

Innerhalb eines Jahres organisierte sie mit weiteren Mitstreitern das Regionalforum, das sich unter der Schirmherrschaft des Kommunalverbundes Niedersachsen-Bremen an Unternehmen, Verbände, die Politik und Verwaltungen richtet. Das Programm ist umfangreich, umfasst unter anderem eine Podiumsdiskussion, einen Markt der Möglichkeiten sowie einen Vortrag zum Thema „Die Geschichte der Zukunft“.

Im Mittelpunkt stehen fünf Fachforen, die sich jeweils am Vor- und Nachmittag den Bereichen „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“, „Chancengleichheit“, „Gesundheit“, „Qualifizierung“ und „Demografiefeste Kommune“ widmen. „Und da passt die Gemeinde Dötlingen mit ihrem Projekt ‚Leben und Wohnen im Alter‘ gut rein“, sagt Glowienka, die selbst der Arbeitsgruppe angehört.

Gemeinsam mit einem Vertreter aus der Samtgemeinde Barnstorf wird Pauka an dem Vormittag für das Thema „Wohnformen im Wandel“ zur Verfügung stehen, am Nachmittag geht es um das Demografiemanagement in Kommunen. Dann ist auch die Stadt Oldenburg, die einen eigenen Demografiebeauftragten hat, mit von der Partie. „Bei den Fachforen handelt es sich vor allem um einen moderierten Austausch, die Besucher können mitdiskutieren“, erklärt Glowienka.

Die Kommunen werden aber auch über ihre Projekte berichten. Sich auf die vorgegebenen zehn Minuten zu beschränken, dürfte dem Bürgermeister nicht leicht fallen. Schließlich beschäftigt sich die Gemeinde schon seit 2008 mit dem demografischen Wandel und wurde nur ein Jahr später für das „Dötlinger Modell“ ausgezeichnet. Die Bemühungen Dötlingens zeigen allerdings auch, dass der Weg durchaus steinig sein kann. Pauka erinnert in diesem Zusammenhang an das geplante Seniorenzentrum, das nach Bürgerprotesten zu den Akten gelegt wurde. Aus den Diskussionen war zu Jahresbeginn das Projekt „Leben und Wohnen im Alter in der Gemeinde“ entstanden. „Dieses gilt es, im kommenden Jahr mit Leben zu füllen“, so Pauka, der sich darüber freut, dass „eine so kleine Gemeinde wie Dötlingen Vorbild sein kann.“ · ts

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