Wahlkreise Oldenburg-Ammerland und Cloppenburg-Vechta: SPD verliert, FDP hat Grund zum Jubeln

Oldenburger Land im Deutschlandtrend

Oldenburg - OLDENBURGER LAND (cs) n Das Oldenburger Land liegt bei der Bundestagswahl im Deutschlandtrend: Gewiner sind die kleinen Parteien, die SPD ist abgestürzt, die CDU fährt nur leichte Verluste ein.

Im Wahlkreis 28 Oldenburg-Ammerland verlor die SPD am Sonntag dramatisch: Gesine Multhaupt bekam mit 31,3 Prozent im bundesweiten Vergleich relativ viele Erststimmen – vor vier Jahren waren es allerdings noch 44,7 Prozent. An Thomas Kossendey (CDU) gingen am Sonntag 35,54 Prozent der Erststimmen (2005: 35,6%). An dritter Stelle folgte Peter Meiwald von den Grünen, mit knapp 14 Prozent der Erststimmen konnte die Partei ihr Ergebnis von 2005 (10 Prozent) noch deutlich verbessern. Der FDP-Kandidatin Christiane Ratjen-Damerau gaben 8,84 Prozent der Wähler ihre Erststimme (2005: 3,9%), Iris Gramberg von der Partei „Die Linke“ konnte 9 Prozent der Wähler von sich überzeugen (2005: 4,9%).

Ähnlich sah das Verhältnis bei den Zweitstimmen aus: Die SPD musste herbe Verluste einstecken, sie fiel von 44 Prozent im Jahr 2005 auf 27,1 Prozent der Zweitstimmen. Die Christdemokraten verschlechterten sich leicht auf 28,1 Prozent (2005: 28,3). Großer Gewinner war auch im Wahlkreis 28 die FDP, gewann sie doch gut fünf Prozent dazu und konnte 2009 14,6 Prozent der Stimmen absahnen (2005: 9,3%). Auch die Grünen verbesserten sich von 11,1 auf 15,4 Prozent. Die Linke gewann ebenfalls: In diesem Jahr gaben 9,7 Prozent der Wähler dieser Partei ihre Zweitstimme (2005: 5,2%).

Ähnlich sind die Ergebnisse im Wahlkreis Cloppenburg-Vechta: SPD-Kandidatin Gabriele Groneberg bekam mit 19,1 Prozent der Erststimmen noch 7,5 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren (26,6%). Auch Franz-Josef Holzenkamp (CDU) musste leichte Verluste hinnehmen, 62,3 Prozent der Wähler stimmten für ihn (2005: 64,4%). Großer Gewinner war FDP-Kandidat Peter Friedhoff. 8,62 Prozent der Wähler stimmten für ihn. 2005 gab es nur 3,9 Prozent der Erststimmen für die Liberalen. Gut abgeschnitten hat auch Josef Döbelmann für Bündnis 90 / Die Grünen (4,5%, 2005: 2,4%). Die Zahl der Erststimmen mehr als verdoppeln konnte Markus Schalk mit 4,7 Prozent für die Linken (2005: 1,9%).

Auch bei den Zweitstimmen mussten die Sozialdemokraten herbe Verluste in einem schon schwachen Wahlkreis einstecken: Nur noch 16,5 Prozent der Wähler stimmten für die SPD, 2005 waren es immerhin 25,3 Prozent gewesen. Auch die CDU verlor fast drei Prozentpunkte und landete bei „nur“ 54,5 Prozent (2005: 57,2%). Die Liberalen gingen im Wahlkreis Cloppenburg-Vechta als Gewninner hervor: 15,6 Prozent der Wähler stimmten für sie, vor vier Jahren waren es 10,2 Prozent. Die Grünen konnten ebenfalls zulegen und landeten bei 5,3 Prozent (2005: 3,3%). Auch die Linken kamen auf über fünf Prozent (5,1%), vor vier Jahren stimmten nur 2,3 Prozent der Wähler für sie.

Wie in den meisten Wahlbezirken sackte auch im Oldenburger Land die Wahlbeteiligung nach unten: In Oldenburg-Ammerland nutzten nur 73,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Möglichkeit, an der Demokratie mitzuwirken (2005: 79,1%). Im Bezirk 33, Cloppenburg-Vechta, waren es sogar nur 70,1 Prozent der Wahlberechtigten, die zur Urne gingen. 2005 waren es 77,7 Prozent gewesen.

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