Bewährungsstrafe für Delmenhorster

Schläger bezahlt 4 000 Euro

Oldenburg - OLDENBURG (wz) · Weil er seinem Opfer Schmerzensgeld in Höhe von 4 000 Euro zahlt, muss der 28 Jahre alte Mann aus Delmenhorst, der am 23. Mai vergangenen Jahres am ZOB in Delmenhorst einen Busfahrer brutal zusammengeschlagen hatte, nicht ins Gefängnis.

Die Oldenburger Schwurgerichtskammer verurteilte den Angeklagten gestern wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, setzte aber die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus.

Ein Tötungsvorsatz konnte nicht festgestellt werden. Nachdem das geklärt war, stand für das Gericht im Vordergrund, dass das Opfer entschädigt wird. Die Bewährungsstrafe soll das sicherstellen. Wenn der Angeklagte in Haft sitze, könne er nichts mehr bezahlen, sagte gestern der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann. Der 49-jährige Busfahrer teilte die Ansicht des Gerichtes. Für ihn ist es wichtig, endlich einen Schlussstrich ziehen zu können und nicht immer wieder an die grauenvolle Tat erinnert zu werden.

Der Mann leidet noch heute unter dem Geschehen. Grundlos war er am Tattag von dem Angeklagten aus seinem Linienbus geprügelt worden und hatte selbst dann noch Schläge mit einer Bierflasche und Fußtritte ins Gesicht einstecken müssen, als er schon hilflos am Boden kauerte. Zehn Busfahrerkollegen und mehrere Polizeibeamte seien damals nötig gewesen, um das Opfer vor dem 28-Jährigen abzuschirmen, sagte gestern ein Zeuge. Weil er zur Tatzeit wegen einer familiären Angelegenheit affektiv erregt und stark angetrunken war, billigte das Gericht dem Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit zu. Der Angeklagte muss nun das Schmerzensgeld auch tatsächlich verdienen und bezahlen. Zahlt er nicht, muss er ins Gefängnis.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Karpfen werden umgesiedelt

Karpfen werden umgesiedelt

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Meistgelesene Artikel

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt
Ein Polizeigebäude ist schon verkauft

Ein Polizeigebäude ist schon verkauft

Ein Polizeigebäude ist schon verkauft
Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt

Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt

Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt
Booster-Impfungen gestartet

Booster-Impfungen gestartet

Booster-Impfungen gestartet

Kommentare