Videoüberwachung eingebaut

Nach Skandal im Oldenburger Schlachthof: Betrieb nach Umbau wiedereröffnet

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Ein als Metzger verkleideter Mann mit einer blutigen Schürze tötet symbolisch eine als Kuh verkleidete Person.

Oldenburg - Nach einem Umbau ist ein wegen Tierschutzverstößen in die Kritik gekommener Rinderschlachthof in Oldenburg neu eröffnet worden. Der Betrieb sei in dieser Woche wieder aufgenommen worden, sagte ein Sprecher der Goldschmaus-Gruppe aus Garrel (Kreis Cloppenburg) am Mittwoch.

Unter anderem wurde der Betäubungsbereich mit einer Videoüberwachung ausgestattet. Im November hatte der Verein Deutsches Tierschutzbüro Videos gezeigt, die angeblich zeigen, wie Rinder nicht fachgerecht betäubt und bei Bewusstsein getötet werden. 

Nach Angaben der Tierschützer sind auf den Aufnahmen auch Veterinäre zu sehen, die untätig bleiben. Die strafrechtliche Auswertung der Filmaufnahmen ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Oldenburg noch nicht abgeschlossen.

Lesen Sie auch: Tierquälerei in Stade - Behörde sieht „keine schwerwiegenden Verstöße - Aktivisten zeigen Staatsanwaltschaft an

Erstmeldung: Betrieb im Skandal-Schlachthof ruht monatelang

Nach dem Verdacht auf Tierquälerei in einem Oldenburger Schlachthof ruht der Betrieb weiter. „Das Konzept für den Schlachthof wird aktuell erarbeitet", teilte der Sprecher der Goldschmaus Gruppe, Gerald Otto, am Mittwoch mit.

Ihm zufolge will das Unternehmen den Schlachtbetrieb ab 2019 übernehmen und in die Goldschmaus Gruppe integrieren. Der Betrieb soll unter dem Namen Goldschmaus Rind GmbH & Co. KG firmieren. „Damit verbunden ist eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe. Sie schafft die Basis für eine grundlegende Neuaufstellung des Betriebes", hieß es.

Neben Plänen für bauliche und technische Modernisierungen werde ein umfassendes Tierschutzkonzept erarbeitet. Bislang wurde der Schlachthof von der GK Oldenburg GmbH & Co. KG betrieben, das Fleischunternehmen Goldschmaus mit Sitz in Garrel (Kreis Cloppenburg) war beteiligt.

Im November hatte der Verein Deutsches Tierschutzbüro Videos gezeigt, die mit versteckter Kamera in dem Schlachthof aufgenommen worden sein sollen. Die Bilder zeigen, wie Rinder nicht fachgerecht betäubt und bei Bewusstsein getötet werden. Nach Angaben der Tierschützer sind auf den Aufnahmen auch Veterinäre zu sehen, die untätig bleiben. Die Tierschützer stellten Strafanzeige gegen den Betrieb, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Schlachthofbetreiber räumte die Vorwürfe im Grundsatz ein, machte aber vor allem Werkvertragsarbeiter für die Missstände verantwortlich.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Rund 450 Tierschützer fordern Schließung des Oldenburger Schlachthofs

dpa

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