Deutsche Amateurboxmeisterschaften steigen in der EWE-Arena: Kampf um die Tickets für London

Oldenburg fühlt sich olympisch

Lokalmatadoren: Artur Manschos (Mitte) und Slawa Kleber (mit Betreuerin Katharina Lück).

Oldenburg - OLDENBURG (dn) · Über die Bedeutung des Events gibt es in der Szene keine zwei Meinungen. „In Oldenburg wird sich das Rumpfteam für die Spiele in London heraus kristallisieren“, sagt Jürgen Kyas, der Präsident des Deutschen Boxsport-Verbands (DBV), und Uwe Hamann vom DBV-Förderverein kündigt vollmundig an: „Olympia beginnt in Oldenburg.“

31 Jahre nach dem letzten großen Amateurboxturnier in Oldenburg kommt die nationale Elite zurück in die Huntestadt. 1979 holten die Brüder Ralf und Graciano Rocchigiani bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften den Titel, dieses Mal steigen ab morgen die „großen Jungs“ in den Ring und duellieren sich in der EWE-Arena bei den Deutschen Meisterschaften um Titel und die beste Ausgangsposition für einen Platz im Olympia-Kader. Mittendrin wollen sich zwei Lokalmatadoren behaupten: Der Youngster Artur Manschos vom gastgebenden VfB Oldenburg im Mittelgewicht (bis 75 Kilogramm) und Slawa Kerber von Blau-Weiß Lohne im Weltergewicht (bis 69 Kilogramm). Beide trainieren am Olympiastützpunkt Braunschweig, und beide gehen mit großen Ambitionen in die DM-Kämpfe. Bei der Reputation kein Wunder: Manschos (20) ist amtierender Deutscher Vizemeister, dreifacher Norddeutscher und fünffacher Landesmeister und gilt als brillanter Techniker. Der 24-jährige Kerber, EM-Fünfter von 2008, bildet das Gegenextrem. Seine unorthodoxe Technik brachte schon einige prominente Gegner in Verlegenheit. Um Titelverteidiger Patrick Wojcicki vom Thron zu stoßen (AKBC Wolfsburg), wird Kerber allerdings etwas Glück brauchen.

Als dritter Vertreter aus dem Oldenburger Land schnürt Mohammad Nasser die Handschuhe. Ende November setzte sich der VfB-Schwergewichtler im Finale der Nordwestdeutschen Meisterschaft mit 15:9 gegen den Wolfenbütteler Arthur Borzecki durch und löste das Last-Minute-Ticket zur DM. Für einen Podestplatz muss Nasser aber wohl über sich hinaus wachsen, denn eines ist klar: Die diesjährigen Titelkämpfe werden die hochkarätigsten seit langer Zeit. „Es wird von vorne bis hinten hochinteressant“, glaubt Hamann: „Oldenburg wird für das deutsche Amateur-Boxen einen Umbruch bedeuten.“ Zu den Highlights sollten definitiv die Auftritte des WM-Dritten Ronny Beblik (Fliegengewicht/Chemnitz) und von Europameister Denis Makarov (Bantamlimit/Bottrop) gehören. Morgen präsentieren sich Favoriten und Underdogs ab 11 Uhr in der Vorrunde und um 15 und 19.30 Uhr im Achtelfinale. Am Donnerstag steigen um 15 und um 20 Uhr die Viertelfinals, am Freitag um 17 und 20 Uhr die Halbfinals. Die Deutschen Meister werden am Sonnabend am 19 Uhr gekürt.

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