Internationaler Aktionstag am Sonntag / Eintritt kostenlos, viele Online-Angebote

Museen laden ein – digital und vor Ort

Drucken wie Horst Janssen: Das gleichnamige Haus lädt Interessierte in die neue, interaktive Dauerausstellung über den Künstler ein. Foto: Andrey Gradetchliev

Oldenburg – „Museen digital entdecken!“ – so lautet das Motto des diesjährigen internationalen Museumstags am Sonntag, 17. Mai. Aufgrund der Corona-Pandemie seien zahlreiche Angebote in den virtuellen Raum verlegt worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Sechs Oldenburger Einrichtungen sind an der Aktion beteiligt, meist ist der Eintritt kostenlos und es gelten die regulären Öffnungszeiten. Informationen zu Zugangsbeschränkungen und Hygienemaßnahmen sowie zum detaillierten Programm gibt es auf den jeweiligen Webseiten.

Edith-Russ-Haus für Medienkunst

Das Edith-Russ-Haus zeigt die Ausstellung „Possessed Landscapes“ (bis 14. Juni). „Gezeigt werden Arbeiten über Landschaften, die durch industrielle Ausbeutung grundlegend verändert wurden“, teilt die Einrichtung mit. Im Aquarium ist die Costa Compagnie aus Hamburg zu Gast und präsentiert die Installation „Independence in Space & Virtual Reality“, die ab heute täglich ab Sonnenuntergang von außen betrachtet werden kann. Das Werk dreht sich um körperliche und räumliche Dynamiken globaler Unabhängigkeitsbewegungen.

Horst-Janssen- Museum

Das Horst-Janssen-Museum lädt in die neue Dauerausstellung über seinen Namensgeber ein. Erstmals können die Gäste an interaktiven Stationen in dessen Leben und Werk eintauchen und die von ihm genutzten Drucktechniken erleben und ausprobieren. Auch eine Video-Führung mit Gebärdensprache steht auf der Museumswebseite und dessen Facebookauftritt zur Verfügung.

Landesmuseum Kunst und Kulturgeschichte

Auf dem Programm des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte steht unter anderem eine digitale Führung mit Museumsdirektor Dr. Rainer Stamm. Er spricht über das Werk des Meisters des Magischen Realismus, Franz Radziwill. Außerdem gibt es eine Bastelanleitung, die dabei hilft, persönliche Stillleben als Collage zu gestalten. Der Eintritt ins Augusteum und ins Prinzenpalais ist am 17. Mai kostenlos. Wer das Schloss besuchen will, zahlt neun Euro, ermäßigt sechs Euro.

Landesmuseum Natur und Mensch

Das Landesmuseum Natur und Mensch bietet etwa ein Archäologie-Quiz für zuhause und einen Online-Rundgang durch das Museum via Google-Arts & Culture an. Untertitelte Kurzvideos zu den Themen Moor, Tiere entdecken und zum Ertasten eines Tierpräparats sind vor allem für Kinder gedacht.

Oldenburger Kunstverein

Der Oldenburger Kunstverein eröffnet morgen die Schau „Wolken in der zeitgenössischen Kunst – flüchtig – zeichenhaft – bedrohlich“ (bis 2. August). „Künstler haben in Wolken immer mehr gesehen als Gegenstand trockener Aufzeichnungen. Wolken lösen Empfindungen und Reflexionen aus“, heißt es in der Ankündigung. Die Exponate umfassen Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation. Begleitend gibt es ein digitales Wolken-Quiz, einen Online-Malwettbewerb sowie Basteltutorials für „Wolkenwesen“ in Form von Mobiles.

Stadtmuseum Oldenburg

Im Stadtmuseum erwarten die Gäste zwei Sonderausstellungen: „75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“ sowie „Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Sammeln und Zeigen“. Es gibt verschiedene Mitmach-Stationen. Beide Ausstellungen sind am Internationalen Museumstag sowohl vor Ort als auch digital zugänglich, etwa per Video-Führung durch „Entdeckt, bewundert, aufgehoben“, die auch in Gebärdensprache angeboten wird, und durch Kurzfilme.

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