Während Delmenhorst von „positiven Nachrichten“ spricht, üben die Grünen Kritik

50 Millionen Euro von EWE an Städte und Kreise

Oldenburg - DELMENHORST / OLDENBURG (cs) · Insgesamt 50 Millionen Euro schüttet die EWE AG in den kommenden zwei Jahren an die 21 Städte und Landkreise aus, die an der Gesellschaft beteiligt sind.

An die Stadt Delmenhorst fließen demnach 2,7 Millionen Euro. Zusätzlich bekomme sie in den Jahren 2010 und 2011 jeweils 2,1 Millionen Euro in Form einer Sonderausschüttung, teilten Delmenhorsts Oberbürgermeister Patrick de La Lanne sowie die Fraktionsvorsitzenden Susanne Mittag (SPD) und Heinz Stoffels (CDU) am Donnerstagabend im Anschluss an die Verbandsversammlung in Oldenburg mit. Die Stadt ist mit 8,64 Prozent an dem Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband beteiligt, der wiederum die kommunalen Anteile an der EWE-Aktiengesellschaft hält.

Während die Stadt von „positiven Nachrichten“ sprach, kam Kritik von den Grünen in Oldenburg. „Die 50 Millionen Euro hören sich zwar viel an, sind aber tatsächlich nur Brosamen“, meinte Grünen-Fraktionsvorsitzender Kurt Bernhardt. Denn die 50 Millionen Euro stammten aus dem Verkaufserlös von EWE-Anteilen – insgesamt 1,35 Milliarden Euro, so Bernhardt. EWE habe die Anteile für 650 Millionen Euro gekauft und später für zwei Milliarden Euro wieder verkauft. „Die Städte und Landkreise werden also nur mit 3,7 Prozent des Gewinns aus dem Aktiendeal abgespeist“, monierte der Grünen-Politiker. „Den ganzen großen Rest in Höhe von 96,3 Prozent hat die EWE eingesackt.“

Er kritisierte, dass die EWE „im Geld schwimmt“, während die Stadt Oldenburg mit Defiziten zu kämpfen habe und Steuern erhöhen müsse, während die Leistungen für Bürger gekürzt würden.

Bernhardt fragte sich außerdem, „wo die Vertreter der Stadt Oldenburg im EWE-Verband – die Herren Schwandner, Ellberg und Harzmann – waren“.

Verbandsanteile hält auch der Landkreis Oldenburg.

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